Hadres: Arzt vorübergehend in einem Container. Oberarzt Bernhard Grusch eröffnet im Jänner neue Ordination – vorerst im Container, dann in einem Wohnhaus.

Von Franz Enzmann. Erstellt am 13. Dezember 2018 (04:20)
privat
Bernhard Grusch ist der neue Hadreser Landarzt.

Die neue Ordination für den neuen Gemeindearzt sorgte für eine Debatte in der letzten Gemeinderatssitzung. Bürgermeister Karl Weber (ÖVP) gab bekannt, dass dafür ein Baurechtsvertrag mit der Waldviertler Wohngenossenschaft vorgesehen ist.

Ursprünglich hätte die Gemeinde angedacht, die Ordination in der Neuen Mittelschule unterzubringen. Diese Räumlichkeiten waren dem Bewerber
Bernhard Grusch aber zu klein.

Jetzt denkt man an eine Arztpraxis in einem Mehrparteienhaus neben der Grenzlandhalle. Im Gemeinderat entstand eine Diskussion, was denn im Baurechtsvertrag steht. Weber beruhigte die SPÖ-Riege: „Wir beschließen heute nur, dass wir so einen Vertrag abschließen wollen.“ Fünf SPÖ-Mandatare stimmten dennoch gegen diese Absichtserklärung.

Bis zur Fertigstellung des Hauses wird ein Wohncontainer, der eine Arztpraxis samt erforderlichen Nebenräumen enthält, auf der Bauparzelle als Zwischenlösung aufgestellt. Grusch ist der neue praktische Arzt, der nach Jahreswechsel die Ordination noch im Jänner eröffnen will. Ehefrau Jasmin, Johanna Aigner und Doris Sturm werden dem Team angehören.

Grusch absolvierte nach seinem Medizinstudium die Ausbildung zum Arzt für Allgemeinmedizin. „Auch dann hatte ich nicht genug vom Lernen und durchlief die fünfjährige Facharztausbildung für Innere Medizin“, erzählt er. Er bleibt weiterhin Oberarzt an der Internen Abteilung im Klinikum Horn.

Die SPÖ freut sich wie auch der Bürgermeister, dass die Arztstelle wieder besetzt wird. „Leider wurden wir nicht zur Vorstellung des Mediziners eingeladen“, klagt SPÖ-Gemeinderat Hermann Fürnkranz. Ihm wäre es lieber gewesen, die Ordination im alten Kindergarten unterzubringen. „Nicht geklärt ist, was schlussendlich mit dem alten Kindergartengebäude passieren wird“, kritisiert er.