Schulterschluss: Region Retzer Land für Klimaschutz. Fünf Retzer Land-Gemeinden haben nach Pulkautal und Schmidatal vor, zur Klima- und Energiemodellregion zu werden.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 16. September 2018 (06:45)
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Die langfristige Vision der derzeit 91 Klimamodellregionen in 772 Gemeinden: der 100 prozentige Ausstieg aus fossiler Energie. Foto: Shutterstock/Photobort

Die Region mit den fünf Gemeinden Pulkau, Retz, Retzbach, Schrattenthal und Zellerndorf hat einen ersten Schritt gesetzt, um zur „Klima- und Energiemodellregion“ (KEM) zu werden. Das Retzer Land würde damit dem Pulkautal und dem Schmidatal folgen.

Als KEM kann die Region Energiespar-Maßnahmen zum Klimaschutz setzen: Das Pulkautal hat zum Beispiel kooperativ die Straßenbeleuchtung auf LED-Licht umgestellt. Das Schmidatal will etwa ab Oktober ein Shuttle-Service in seinen Gemeinden starten. Wohin der Weg im Retzer Land gehen wird, weiß man noch nicht.

Was man aber weiß, ist, dass alle Gemeinden Interesse an einer Beteiligung haben. Retz fällte sogar einen entsprechenden Grundsatzbeschluss. „Bestimmte Förderungen würden wir sonst nicht bekommen oder in geringerer Höhe“, erklärte Umweltgemeinderat Martin Pichelhofer.

Von Gebäudesanierung bis Elektrotankstelle

Was kann umgesetzt werden? „Das geht hin bis zu Bürgerbeteiligungen, Gebäudesanierungen und Elektrotankstellen“, führt Bürgermeister Manfred Nigl (Retzbach) aus. Er hat mit Retzer Land-Geschäftsführer Reinhold Griebler und Gregor Danzinger vom Umweltdachverband ein Treffen mit den fünf Umweltgemeinderäten und Gemeindechefs einberufen. Diese tragen die Idee nun in ihre Kommunen.

„Wir müssen einen Manager für 20 Stunden beschäftigen“, berichtete Pichelhofer dem Retzer Gemeinderat. Danzinger soll die organisatorische Aufgabe übernehmen.

Ein gemeinsames Konzept wird aufgesetzt, in dem die Maßnahmen festgelegt und im Anschluss sukzessive umgesetzt werden. Die Region muss einen Beitrag von 11.800 Euro pro Jahr für eine dreijährige Förderperiode entrichten. Die Einreichfrist für den Förderantrag endet am 23. Oktober.