„In die Grean“: Tradition lebt. Mit einer Winzerpersönlichkeit durch die Weinberge wandern, die frühlingshafte Landschaft und die erwachende Natur genießen, danach den jungen Wein und die frische Heurigenjause kosten: Das ist „In die Grean gehen“ – Frühling im Weinviertel.

Erstellt am 18. März 2018 (10:08)
Weinviertel Tourismus/Astrid Bartl

Hier wurde dieses Brauchtum von der Weinviertel Tourismus GmbH zu einem touristischen Angebot weiterentwickelt, buchbar heuer erstmals auch als Tagesangebot zu ausgewählten Terminen und mit ausgewählten Winzern im Zeitraum von 1. bis 28. April, darunter auch zwei Termine im Bezirk Hollabrunn.

Die „Grean“ rührt vom biblischen Emmausgang her. In Anlehnung an den Gang der Jünger nach Emmaus unternahmen die Winzer früher mit ihren Helfern der Vorjahreslese am Ostermontag einen Spaziergang ins Grüne – auf Weinviertlerisch: „in die Grean“. In der Kellergasse wurde der junge Wein verkostet, für die Ernte gedankt und Motivation fürs kommende Arbeitsjahr getankt. Die Tradition ist bis heute lebendig geblieben.

Weinviertel Tourismus/Christine Wurnig

Regionale Schmankerln wie Schinken, Aufstrich mit Frühlingskräutern und Osterstriezel werden zu den besten Weinen gereicht.

Doch „In die Grean gehen“ ist längst nicht mehr den Lesehelfern vorbehalten. Um 33 Euro stehen Weinliebhabern im April neun Termine von elf Winzern zur Wahl. Inkludiert ist die geführte Riedenwanderung, eine Weinverkostung und Heurigenjause am Weingut sowie eine Flasche DAC. Jeder Termin ist auch mit zwei Übernachtungen und einem fünfgängigen Menü mit Weinbegleitung am Anreisetag buchbar.

„Grean“-Orte sind Poysdorf (mit Brigitte Neustifter, Marion Ebner-Ebenauer, Markus Taubenschuss oder Sylvia Haimer), Mailberg (Hubert Fürnkranz), Herrnbaumgarten (Aloisia Bohrn), Retz (Helmut Bergmann), Hohenruppersdorf (Franz Stur), Stetten (Sebastian Jatschka oder Anna Prinz) und Wolkersdorf (Christian Pleil).