Drei große Heldenberger Projekte für 2021. Neues FF-Haus, Dorfhaus und einen Radweg bringt das neue Jahr der Gemeinde Heldenberg.

Von Barbara Witzany. Erstellt am 09. Januar 2021 (05:53)
Nach der Sitzung: Martin Henschling, Bürgermeister Peter Steinbach, Josef Berger und Thomas Glanz. Witzany
Barbara Witzany

Drei Gemeinderäte und ÖVP-Bürgermeister Peter Steinbach waren im Sitzungssaal bei der Gemeinderatssitzung, der Rest der Teilnehmer war per Videokonferenz zugeschaltet, als der Heldenberger Gemeinderat ein letztes Mal im alten Jahr tagte. Unter anderem standen drei Großprojekte auf der Tagesordnung.

In Glaubendorf soll ein Dorf- und Feuerwehrhaus errichtet werden. „Die Förderungen werden aus verschiedenen Fördertöpfen fast vollständig erfüllt, es schaut positiv aus“, berichtete Steinbach. Für das Feuerwehrhaus wurden ein Schenkungsvertrag eines Grundes von Kirche an Gemeinde und kleinere Grundstücksankäufe von mehreren Besitzern beschlossen. Auch die Planung durch einen Architekten bekam einhellige Zustimmung.

„Es könnte aber günstiger werden, das ist eine Schätzung auf der sicheren Seite.“ Bürgermeister Peter Steinbach zu den Kosten des Radwegs

Das dritte Projekt betrifft den Radweg von Thern nach Großweikersdorf. Der Weg zur Schule, zum Bad oder zum Einkaufen auf der Straße ist nicht ungefährlich, daher kam man auf die Idee des Radweges. Es wurde eine Arbeitsgemeinschaft mit Großweikersdorf unter dem Arbeitstitel „Therner Talradweg“ gegründet. Die Schätzung der Kosten für die Gemeinde Heldenberg beläuft sich auf maximal 230.000 Euro: „Es könnte aber günstiger werden, das ist eine Schätzung auf der sicheren Seite“, führte Steinbach aus.

Dieser Weg sei nicht für landwirtschaftliche Fahrzeuge gedacht, da er eine Breite von zweieinhalb Meter haben wird und der Untergrund nur für Radfahrer ausgelegt ist. Damit soll auch eine bessere Verbindung zu den Wagramer Radwegen hergestellt werden.

Der Bürgermeister präsentierte schließlich auch den mittelfristigen Finanzplan. Dieser sieht trotz der drei Großprojekte eine beachtliche Schuldenreduktion bis zum Jahr 2025 vor. Derzeit laufen 23 Darlehen, in fünf Jahren sollen es nur noch acht sein. „In zwei bis drei Jahren sollten wir uns finanziell leichter tun“, ist Steinbach zuversichtlich.

Per Video waren die Gemeinderäte zugeschaltet und konnten unter anderem den Verlauf des Radweges anschauen.
Barbara

Weiters wurde in der Gemeinderatssitzung die Sanierung des ehemaligen Gemeindehauses in Großwetzdorf präsentiert. Es wurde außerdem ein Zwischenlagerplatz für Strauchschnitt in Glaubendorf gefunden. Die Sanierung des Glaubendorfer Bachweges wurde ebenso beschlossen wie der Ankauf einer Wärmebildkamera für die Feuerwehren des Unterabschnitts Heldenberg.

Wie in den anderen Schmidatalgemeinden stand auch die Abbruchprämie für alte Wohnhäuser auf der Tagesordnung. Die Beschlüsse im Heldenberger Gemeinderat waren alle einstimmig. Da das Gemeindeamt insgesamt mehr Platz benötigt, wird übrigens über mögliche Varianten einer Erweiterung nachgedacht.