Ecker: „Autobahn zerstört unsere Landschaft“. Die vor wenigen Tagen vorgestellte Idee einer Europaspange, die die S 3 mit der S 10 verbinden und den Norden Niederösterreichs besser an das europäische Verkehrsnetz sowie an dynamische Wirtschaftsregionen anbinden soll, stößt bei den Hollabrunner Grünen auf null Gegenliebe.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 28. Mai 2018 (09:50)
Georg Ecker
Christian Dusek

Der für die Hochleistungsstraße vorgeschlagene Korridor verläuft von Stockerau über Hollabrunn, Horn und Gmünd in Richtung Freistadt. Landesrat Ludwig Schleritzko (VP) spricht von einem überregional bedeutsamen Projekt. Er glaubt an eine Steigerung der regionalen Wirtschaftsleistung von einer Milliarde Euro und zusätzliche 10.000 Arbeitsplätze.

Landtagsabgeordneter Georg Ecker (Die Grünen) ist hingegen überzeugt, dass die Autobahn die Lebensqualität in Hollabrunn massiv verschlechtern würde: „Mit dem Transit kommen Feinstaub, Luftverschmutzung und vor allem Lärm.“ Dazu komme, dass das Projekt als Parallelstruktur nur wenige Kilometer nördlich der Westautobahn völlig unsinnig sei. „Da werden Milliarden an Steuergeldern verschleudert und beim dringend nötigen Ausbau der Nordwestbahn und der Franz-Josefs-Bahn werde nichts getan“, ärgert sich Ecker.

Gerade die Franz-Josefs-Bahn wäre eine umweltfreundliche Alternative zur „Waldviertelautobahn“. Mit deutlich geringeren Investitionen könnte diese eine sowohl wirtschaftlich als auch touristisch interessante Variante für die Verbindung der Zentralräume Wien, Linz und Budweis/Prag werden. „Ein Autobahn-Neubau heißt hingegen: Zerstörung unserer schönen Landschaft im Weinviertel und Betonierung fruchtbarer Böden. Das können wir nicht zulassen!“

Was andere Politiker aus der Region über den Ost-West-Korridor denken, lest ihr in eurer Hollabrunner NÖN.

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