Retz , Weinviertel , Stockerau

Erstellt am 15. März 2019, 12:01

von Sandra Donnerbauer

SPÖ wirbt für Petition zum Nordwestbahn-Ausbau. Weinviertel-Abgeordnete Melanie Erasim setzt sich für Verbesserungen auf der Nordwestbahnstrecke zwischen Stockerau und Retz ein und hofft auf viele Unterstützer.

Landesparteivorsitzender Franz Schnabl, Mailbergs Bürgermeister Herbert Goldinger und Nationalratsabgeordnete Melanie Erasim (v.l.) machen sich für Pendler auf der Nordwestbahnstrecke stark.  |  Sandra Donnerbauer

Direkt bei den betroffenen Pendlern will SPÖ-Nationalratsabgeordnete Melanie Erasim für ihre derzeit laufende Petition „Für Verbesserungen auf der Nordwestbahnstrecke zwischen Stockerau und Retz“ werben. 

Nach Hollabrunn machte sie deshalb nun auch am Bahnhof Retz halt. Knapp 1.300 Menschen haben vorab bereits für einen zweigleisigen Ausbau der Nordwestbahnstrecke zwischen Stockerau und Retz unterschrieben, nun, als Petition, starte die Zählung wieder von Null, erklärt die Abgeordnete und hofft auf viele weitere Unterstützer. 

Zustimmen kann jeder österreichische Bürger über 16 Jahren auf der Website des Parlaments; dies dient dazu die politische Interessenslage abzuschätzen.

Petition wird im Mai vom parlamentarischen Ausschuss behandelt

Die Petition wird dann am 7. Mai im parlamentarischen Ausschuss für Petitionen und Bürgerinitiativen diskutiert und Stellungnahmen betroffener Akteure werden eingeholt. „Auch wenn mir über die NÖN ausgerichtet wurde, dass es anders schneller ginge, finde ich es wichtig, die Stellungnahmen einzuholen“, bezieht sich Erasim auf die Reaktion des FPÖ-Abgeordneten Christian Lausch, der ihr zuletzt empfohlen hatte, die Petition gleich direkt in den Verkehrsausschuss zu bringen.

Erasim jedoch orte seitens der Regierung so einfach keine Zustimmung und hoffe deshalb noch auf Rückendeckung aus der Bevölkerung.

SP-Goldinger: "Finanzierung wird auf Gemeinden abgeschoben"

In Mailbergs Bürgermeister Herbert Goldinger hat die Weinviertler SPÖ-Parlamentarierin bereits einen Unterstützer gefunden.

 „Die Finanzierung des öffentlichen Verkehrs wird zunehmend auf die Gemeinden abgeschoben. Aber wer nicht in den Ballungszentren lebt, hat nicht die nötige Auslastung“, kritisiert der SP-Gemeindechef, dass man die ländlichen Regionen zunehmend ausdünnt, wenn man nicht seitens Land und Bund in die entsprechende Infrastruktur investiere. Denn die Gemeinden seien nicht so finanzstark, dass sie das leisten könnten.

Welche Ideen es sonst noch gibt, um Verspätungen für die Pendler künftig zu reduzieren und welche regionalen Vertreter die Petition der Abgeordneten unterstützen, lest ihr in der nächsten Printausgabe eurer Hollabrunner NÖN.