Wachaufestspiele: Rosarot, magisch und tragisch. Werner Auer sorgt mit musikalischen Kumpels für ein „Cool down“ im Programm.

Von Christian Pfeiffer. Erstellt am 01. August 2021 (04:07)
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„Kollegen gibt’s kan“ verkörpern die drei – Lucas Babuder, Werner Auer und Andy Lee Lang – für dieses Pressefoto recht glaubwürdig. Das kann ja heiter werden – fürs Publikum. 
Lang-Auer-Babuder

Die Wachaufestspiele starteten vergangene Woche in Weißenkirchen mit der österreichischen Erstaufführung der erfolgreichen französischen Komödie „Le gai mariage“ von Gerard Bitton und Michael Munz, in der deutschen Fassung: „Meine rosarote Hochzeit“. Als „herrlich pralle, klassische Verwechslungskomödie“, preist der Veranstalter den Boulevard-Spaß rund um zwei Männer, die zwar heiraten, aber keineswegs dem eigenen Geschlecht zugetan sind, an. Dieser „rosarote Albtraum“, als der sich die Hochzeit für die zwei entpuppt, ist bis 22. August zu erleben.

Im mit „Cool down“ betitelten Konzertprogramm der Festspiele macht auch ein Hollabrunner am 29. August um 19 Uhr Station: Werner Auer tritt mit seinen musikalischen Kumpels Lucas Babuder und Andy Lee Lang unter dem unbescheidenen Titel „3 Magic Voices“ in Weißenkirchen auf. „Kollegen gibt’s kan“, nennt sich der Musik-Kabarett-Abend, der – laut Ankündigung – strengstem Jugendverbot unterliegt.

Das Prinzip der Show ist denkbar einfach: „Erlaubt ist alles, was gefällt und für einen Lacher gut ist.“ Und das Thema Bühnenkollegen und deren tatsächliche Kollegialität gibt sicher mehr als genug her für einen Abend mit drei Rampensäuen.

Übrigens: Auch das Schmidatal ist indirekt in Weißenkirchen vertreten. Am 3. September hat der vom Wahl-Ravelsbacher Felix Mitterer dramatisierte Roman „Der Schüler Gerber“ Premiere. Mitterer hat die Vorlage sensibel für das Theater bearbeitet und beschreibt, analog zu Torberg, wie Gerber – aufgrund mangelnder Leistungen in Mathematik, des offenen Konflikts mit dem neuen Klassenvorstand „Gott“ Kupfer, der Sorge um den todkranken Vater und der ersten unglücklichen Liebe zur ehemaligen Mitschülerin Lisa Berwald – in Verzweiflung, Verwirrung und Zerrissenheit getrieben wird.

Für Abwechslung ist in der Wachau jedenfalls gesorgt.