Laufen für die gute Sache in Retz. Hundert begeisterte Hobbyläufer gingen für die Rückenmarksforschung an den Start.

Von Sandra Frank. Erstellt am 08. Mai 2019 (09:15)

Was vor drei Monaten als spontane Idee des Retzer Hobbyläufers Christoph Fasching begann, wurde für rund hundert Teilnehmer am Sonntag zu einem einmaligen Lauferlebnis. Sportler jedes Alters gingen beim ersten App-Run des Wings for Life World Run in Retz gemeinsam an den Start, um für jene zu laufen, die es nicht können. Denn alle Startgelder sowie Sponsorbeiträge für sämtliche weltweit gelaufenen Kilometer fließen in die Rückenmarksforschung.

Dass in Retz alleine durch die Startbeiträge über 2.200 Euro gesammelt werden konnten, macht Organisator Fasching besonders stolz: „Die meisten Teilnehmer haben mehr gespendet, als notwendig.“ Rund 800 Kilometer legten die Hobbysportler gemeinsam zurück, bevor das virtuelle „Catcher Car“ als wandelnde Ziellinie sie einholte.

Fasching fand rasch viele Unterstützer

Während Fasching anfangs lediglich damit rechnete, mit ein paar Freunden zu starten, waren schnell zahlreiche andere Privatpersonen und Organisationen begeistert und unterstützten ihn. Die Studentenverbindung Rugia Retz beteiligte sich mit einer großen Abordnung am Lauf und stellte Obst und Erfrischungsgetränke für alle Läufer kostenlos zur Verfügung. Die Druckerei Hofer öffnete unterdessen ihre Firmenräumlichkeiten entlang der Strecke, um den Teilnehmern am Start- und Zielpunkt eine gemütliche Nebenveranstaltung zu ermöglichen.

Günther Hofer sorgte für die Moderation während des Laufs; auf einem Bildschirm konnte man außerdem in Echtzeit alle Retzer Läufer auf der Karte verfolgen; parallel wurden Bilder und Berichte von der ganzen Welt übertragen.

Euphorische Stimmung bei allen Läufern

Auf der Laufstrecke war die Stimmung trotz des kalten Wetters überaus euphorisch. Die Läufer feuerten sich gegenseitig an, Kinder begleiteten die Sportler mit ihren Fahrrädern. „Alle Beteiligten waren restlos begeistert“, freut sich Christoph Fasching über die ausschließlich positiven Rückmeldungen. Eine Fortsetzung im nächsten Jahr sei von allen unbedingt gewünscht. Daher will man sich schon in den nächsten Tagen zusammensetzen und weitere Ideen sammeln.

Andere Organisationen etwa für die Verpflegung mit ins Boot zu holen, kommt für Fasching allerdings nicht infrage: „Ich will, dass der Geist des Laufes erhalten bleibt. Jeder Cent, der bei der Veranstaltung ausgegeben wird, soll in die Rückenmarksforschung fließen.“