Wissen über Mühlen erstmals zweisprachig vermittelt. Die Mühlenakademie – ein auf Anregung von Otto Schöffl (Österrreichische Gesellschaft der Mühlenfreunde) entwickelter Ausbildungslehrgang, den es bereits seit 2016 in Hollabrunn gibt - wurde im Rahmen eines sogenannten Interreg-Projektes erstmals mit Simultanübersetzung für slowakische Teilnehmer abgehalten.

Von Red. Hollabrunn. Erstellt am 12. September 2021 (13:43)
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Vor der Retzer Windmühle: die Teilnehmer an der ersten grenzüberschreitenden Mühlenakademie in Hollabrunn und Retz.
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Insgesamt 13 Männer und Frauen aus der Hollabrunner Partnerstadt Holíč und aus Österreich nahmen daran teil. Der Startschuss erfolgte in der Alten Hofmühle in Hollabrunn, als der anerkannte Mühlenexperte Otto Schöffl über die Geschichte der Mühlen berichtete. Er zeigte eine Reihe von Mühlen der Region, die vielfach einer neuen Nutzung zugeführt wurden. Der Eggenburger Bürgermeister Georg Gilli, selbst Müllermeister, erklärte alles rund um die verschiedenen Mehlarten und erzählte über Kleie, Vorschussmehl und Grieß.

Am zweiten Tag übersiedelte der Tross vorerst zur Retzer Windmühle. Dort brachte Schulrat Rudolf Schuch den Teilnehmern die Funktionsweise einer Mühle näher. Die Brotherstellung wurde ebenso unter die Lupe genommen, ehe der Lehrgang wieder in der Alten Hofmühle mit dem Volkskundler Erich Broidl endete, der sich dem Berufsbild des Müllers widmete und über Müllerstöchter, Müllersfrauen und Müllersgesellen auf der Wanderschaft erzählte.

Weiterer Mühlen-Kurs am ersten Oktober-Wochenende

Initiiert wurde der Lehrgang von der Hollabrunner Kultur- und Bildungsstadträtin Elisabeth Schüttengruber-Holly. Die Organisation des grenzüberschreitenden Projekts übernahm die Agrar-Plus-Akademie gemeinsam mit der Hollabrunn Martketing GmbH unter Projektleitung von Stadtamtsdirektor Franz Stockinger.

Ein weiterer Kurs zum Kulturgut Mühlen findet geblockt am 1. und 2. Oktober in Retz statt. Anmeldung: https://agrarplus.at/home.html