Praxis für 180.000 Euro: Gemeinde stemmt Renovierung. Froh über neue Allgemeinmedizinerin Lackner, nimmt Gemeinde „enorme Summe“ zur Adaptierung in die Hand.

Von Sandra Frank. Erstellt am 27. Juni 2018 (04:50)
Markus Stangl (NÖGKK) mit Allgemeinmedizinerin Edith Lackner, die ab 1. Juli ihre Ordination in Wullersdorf führen wird.
NÖGKK

Der Tag, an dem Landarzt Josef Glasl seine Pension antritt, rückt näher: Mit Ende Juni wird er nicht mehr als Mediziner in Wullersdorf tätig sein. In seine Fußstapfen tritt, wie berichtet, die Allgemeinmedizinerin Edith Lackner.

Mit ihr müssen sich die Wullersdorfer Patienten aber nicht nur an ein neues Gesicht gewöhnen, auch die Praxis am Hauptplatz 28 wird renoviert. „Es hat sich einiges verändert“, berichtete Bürgermeister Richard Hogl seinen Mandataren bei der jüngsten Gemeinderatssitzung. Die Ärztin wollte zunächst eine neue Praxis errichten, entschied sich aber dann doch, in das bestehende Gebäude einzuziehen.

„Wichtige Investition in die ärztliche Versorgung“

Das freute die Gemeinde, die Renovierungskosten wurde zuerst auf etwa 80.000 Euro geschätzt. „Es ist jetzt das Doppelte geworden. Aber es geht nicht anders“, sagt Hogl. Knapp unter 165.000 Euro wird die Adaptierung der Praxis kosten. Allein der barrierefreie Aufgang schlägt sich mit etwa 43.000 Euro aufs Gemeindebudget. „Wir haben eine Containerlösung überlegt, aber die würde auch um die 100.000 Euro kosten“, informierte der Gemeindechef.

„Es ist eine wichtige Investition in die ärztliche Versorgung“, stand für Hogl außer Frage, diese „enorme Summe“ aufzustellen. „Als Liegenschaftseigentümer muss man eben investieren“, stimmte FPÖ-Mandatar Ignaz Schnötzinger zu. Auch er ist überzeugt: „Andere Gemeinden wären froh, wenn sie einen Arzt hätten.“

Dieser Meinung waren auch die Sozialdemokraten, Gemeinderat Gerhard Sklener vermisste allerdings eine Position bei den Kosten: „Wie sieht‘s mit der Endreinigung aus? Das kostet auch noch einmal 1.000 bis 2.000 Euro, wenn’s eine Firma macht.“

Weil auch noch 13.000 Euro für einen Schaltkasten für das gesamte Gebäude dazukommen, wird das Praxis-Projekt der Gemeinde letztlich etwa 180.000 Euro kosten. Alle Mandatare stimmten zu.