Zellerndorf: Bürgermeister zieht sich zurück. Karl Schwayer übernimmt nach Wahl-Verlusten die politische Verantwortung. Er steht für den Gemeinderat nicht mehr zur Verfügung.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 11. Februar 2015 (15:39)
NOEN, zVg
Abschied: Zellerndorfs Ortschef Karl Schwayer.
Die Volkspartei Zellerndorf dürfte sich in den letzten Tagen ausführlich beraten haben und einer Entscheidung den Weg bereitet haben: Bürgermeister Karl Schwayer zieht sich aus der Gemeindepolitik zurück und steht für die neue Periode des Gemeinderates nicht mehr zur Verfügung. Die ÖVP hat bei der Gemeinderatswahl am 25. Jänner ein Mandat verloren und die absolute Mehrheit im Gemeinderat eingebüßt.

„Mache Weg frei für politische Veränderungen“

„Mit derselben Selbstverständlichkeit, mit der ich mich in den vergangenen fünf Jahren für unser Zellerndorf engagiert habe, übernehme ich dafür auch die Verantwortung und mache nun den Weg frei für politische Veränderungen“, erläutert Karl Schwayer diesen Schritt. Am Wahlsonntag gab er noch bekannt, dass er Bürgermeister in der Marktgemeinde bleiben möchte.

Schwayer ist seit 2010 Gemeindechef. Rückblickend verweist er auf wichtige Projekte, die auf den Weg gebracht wurden: Hochwasserschutz, Themenweg, Erweiterung Park&Ride-Parkplatz in Platt, Sanierung und damit verbunden langfristige Bestandssicherung der Schulen, Errichtung neuer günstiger Wohneinheiten und Erschließung Gewerbegebiet Watzelsdorf.

Kritik am Stocken der Hochwasserschutz-Projekte

Nicht alles ist durchwegs positiv aufgenommen worden: Die politischen Parteien diskutieren durchaus kontrovers den neuen Themenweg in Zellerndorf. SPÖ und die Bürgerliste „Wir für Zellerndorf“ bemängeln zudem, dass Hochwasserschutz-Projekte nicht vorankommen würden.

Verhandlungen mit den Grundeigentümern bezüglich der Park&Ride-Anlage werden gerade geführt, sodass das Projekt nicht schon im Frühjahr umgesetzt werden kann.

„Leider ist die intensive Sacharbeit für Zellerndorf bei der Gemeinderatswahl am 25. Jänner nicht entsprechend honoriert worden“, meint der scheidende Bürgermeister abschließend. „Ich danke allen, die mich in meiner Tätigkeit unterstützt und begleitet haben, und wünsche der neu zu wählenden Gemeindeführung alles Gute und viel Erfolg bei der Gestaltung unserer Zukunft.