„Teufelsgeiger“ bei Sitzendorfer Festival. Uraufführungen und Virtuosen im Programm von „hören:sitzendorf“ 2019.

Von Sylvia Stark. Erstellt am 21. April 2019 (03:48)
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Johann Winkler, Adam Javorkai, Johanna Doderer, Martin Reiter und Sandor Javorkai rührten für das Musikfestival in Sitzendorf Ende Juni vor der österreichischen Presse kräftig die Werbetrommel.

Bürgermeister Martin Reiter aus Sitzendorf war ein wenig nervös, als er das „Doderer-Stüberl“ im Gasthof Blauensteiner in der Lenaugasse im achten Bezirk in Wien am Dienstag letzter Woche betrat. „Das ist das erste Pressegespräch, das ich führe“, lächelte er verschmitzt. Denn die in Sitzendorf lebende Komponistin Johanna Doderer stellte als Obfrau der Kulturinitiative Schmidatal mit Schriftführer Johann Winkler das Programm des Musikfestivals „dac.dac.dac. – dem Wein ein Fest“ vor (28. bis 30.6.).

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Musikvirtuosen Sandor und Adam Javorkai beim Pressegespräch.

„Für unser kleines, aber künstlerisch höchst anspruchsvolles Festival“, so Doderer, „sind schon einige Anmeldungen aus Wien und Salzburg für Nächtigungen eingelangt.“ Damit die Journalisten einen Vorgeschmack auf das exklusive Musikprogramm bekamen, gaben Cellist Adam und Geiger Sandor Javorkai ein atemberaubendes Zwischenspiel. Die zwei Brüder sind als „swingende Teufelsgeiger“ bekannt. Am Samstagabend, 29. Juni, spielen sie mit den Budapester Virtuosen einen „Mulatschag“ im Sitzendorfer Kirchenpark.

„Bei einem Mulatschag, ein ausgelassenes Fest in Ungarn, tanzt man so lange, bis man zusammenbricht.“ Cellist Adam

„Bei einem Mulatschag, ein ausgelassenes Fest in Ungarn, tanzt man so lange, bis man zusammenbricht“, berichtete Adam lachend. Die ungarischen Ausnahmekünstler spielten bei Plattenaufnahmen den „Hummelflug“ des Komponisten Rimski-Korsakow übrigens in 54 Sekunden. David Garrett benötigte für das Stück eine Minute und sieben Sekunden.

Die Premiere vom „Hornissenwalzer“

Doderers „Hornissenwalzer“ wird beim Abschlusskonzert von „hören:sitzendorf“ 2019“ am Sonntag uraufgeführt. Der norwegische Komponist Filipe Sande begibt sich mit zwei druckfrischen Werken im Gepäck, die ebenfalls ihre Premiere erfahren, extra nach Österreich. Als finale Krönung des Festivals präsentieren Patrick Doderer und Sebastian Kubelka den Musikfilm „Hornissenwalzer“.

Ebenfalls ein Glanzlicht: Kürzlich präsentierte Komponistin Doderer mit Peter Turrini eine neue Oper über Franz Schubert.

"Für unser kleines, aber künstlerisch höchst anspruchsvolles Festival sind schon einige Anmeldungen aus Wien und Salzburg für Nächtigungen eingelangt",  ...freut sich Johanna Doderer.

„Mit der Kultur in Sitzendorf will ich Nahrung für die Seele schaffen“, … berichtet Bürgermeister Martin Reiter.

„Wir wollen ein kleines, exklusives Festival und in diesem Rahmen bleiben, aber mit Vernetzung mit internationalen hochkarätigen Künstlern“, … erzählt Doderer.