Zum zweiten Mal zwei Jahre für Einbrecher. 21 Einbrüche und Diebstähle beziehungsweise deren Versuch haben zwei Haupttäter – ein slowakischer und ein tschechischer Staatsbürger – in Wien, der Stadt Hollabrunn und Wösendorf in der Wachau im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2020 begangen. Dafür wurden sie am Landesgericht Korneuburg Richter Manfred Hohenecker aus der U-Haft vorgeführt.

Von Christian Pfeiffer. Erstellt am 15. April 2021 (16:11)
Für einen der Haupttäter war es nicht der erst Prozess im Landesgericht Korneuburg.
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Mitangeklagt waren die junge Freundin des Slowaken, die bei zwei Delikten Schmiere stand und ebenfalls am 8. Jänner dieses Jahres in U-Haft genommen wurde, sowie ein 39-jähriger Pole, der in zwei Fällen als Hehler fungierte.

Als Motiv gaben die Haupttäter ihre Pervitin-Abhängigkeit an, die sie immer weiter angetrieben hätte, mit den Einbrüchen wiederum ihre Sucht zu finanzieren. Die Angeklagten, vor allem der Slowake, zeigten sich so geständig, dass die Staatsanwaltschaft diesen einen weiteren Einbruch am 22. Dezember 2020 in ein Geschäftslokal in Wien zuordnen und in diesem Prozess mitanklagen konnte.

Die Gewerbsmäßigkeit ihres Tuns stritt keiner der drei Verteidiger – der Pole war nicht anwaltlich vertreten – angesichts der Anzahl der Fälle ab, die ebenfalls angeklagte „kriminelle Vereinigung“ jedoch schon.

Das beeindruckte den Richter wenig. Überdies hatte Hohenecker den slowakischen Haupttäter bereits einmal am Landesgericht zu zwei Jahren verurteilt, was dessen Vorstrafenregister auf neun summierte. Der Tscheche konnte sogar mit 13 Vorstrafen aufwarten. Lediglich der polnische Beteiligte war bisher unbescholten. Das rechtskräftige Urteil lautete auch in diesem Prozess für die beiden Haupttäter auf jeweils zwei Jahre Freiheitsstrafe. Die Freundin des Slowaken wurde zu zwölf Monaten Haft, davon neun Monate bedingt, verurteilt – und wurde enthaftet. Der Pole kam mit einer dreimonatigen Bewährungsstrafe davon.