Ecker zu Bahn-Ausbau: Mit Vehemenz geht's. "Von Schuldzuweisungen haben die Pendler auf der Nordwestbahn nichts", reagiert Landtagsabgeordneter Georg Ecker auf die Wutrede von Richard Hogl.

Von Sandra Frank. Erstellt am 10. Januar 2019 (09:48)
Perwein
Landtagsabgeordneter Georg Ecker von den Grünen ist überzeugt: "Das Land NÖ kann im Verkehrsbereich etwas bewegen, wenn der Wille da ist."

Die Wutrede seines VP-Landtagskollegen Richard Hogl über den Bahn-Streit will Landtagsabgeordneter Georg Ecker von den Grünen nicht unkommentiert stehen lassen: „Von Schuldzuweisungen und dem Abschieben der Verantwortung haben die Pendlerinnen und Pendler auf der Nordwestbahn nichts.“ Für den Hollabrunner ist klar: Um die Verspätungen in den Griff zu bekommen, liege der Handlungsbedarf auf niederösterreichischem Boden.

Ein Ausbau der Bahnstrecke sei notwendig, besonders zwischen Göllersdorf und Hollabrunn. Dort würden die meisten Verspätungen von 20 Minuten und mehr entstehen, da dort Gegenzüge abgewartet werden müssen.

Alle Fraktionen müssen sich für Ausbau einsetzen

Ecker ist überzeugt: „Wenn sich alle Fraktionen in unserem Bezirk auf Landes- und Bundesebene mit Vehemenz für den Ausbau der Nordwestbahn einsetzen würden, dann würde auch etwas passieren.“ Dass dies nicht geschehe, zeige Hogls Rede beim Neujahrsempfang der Bezirks-ÖVP. Das Land NÖ sei in der Frage des Nordwestbahn-Ausbaus ebenso gefordert, wie der Bund und die ÖBB.

So hätte das Land NÖ Infrastrukturprojekte mit Finanzierungsbeiträgen bereits in der Vergangenheit unterstützt, zum Beispiel den Ausbau der Badner Bahn. Auch für das „Bahnprogramm“, das etwa die Franz-Josefs-Bahn, nicht aber die Nordwestbahn umfasse, steuere das Land NÖ rund 100 Millionen Euro bei. „Das zeigt, dass das Land Niederösterreich im Verkehrsbereich etwas bewegen kann, wenn der Wille da ist“, meint Ecker.