Feier für „Horner Flüchtlingsbaby“. Nach der Flucht seiner Eltern wurde Elias Jamshedi bereits in Horn geboren.

Von Eduard Reininger. Erstellt am 08. September 2016 (06:08)
NOEN, Eduard Reininger
Seinen ersten Geburtstag feierte Elias Jamshedi (vorne) mit Papa Sajed Nooragha Jamshedi, Veronika Dietrich und Mama Safia Jamshedi (von links) mit Freunden und Weggefährten mit einer Torte. Elias kam, nachdem seine Eltern im Vorjahr nach Österreich geflüchtet waren, im Landesklinikum Horn zur Welt.

Auch wenn die private Aufnahme von Flüchtlingen manchmal anstrengend und herausfordernd ist, scheint Veronika Dietrich als privater Quartiergeberin diese überaus wertvolle Hilfe gelungen zu sein – und das nun schon seit über einem Jahr.

Jetzt gab es für sie und die bei ihr untergebrachten Flüchtlinge Grund zum Feiern.

„Wir haben bereits einige Freunde gefunden“

Mit einer kleinen Feierstunde wurde der erste Geburtstag von Elias Jam shedi gefeiert. Er kam kurz nach der Flucht seiner Eltern als „richtiger Horner“ bereits im Landesklinikum Horn zur Welt.

Seine Eltern kamen vor 14 Monaten zu Fuß und mit dem Zug nach Österreich. „Es war eine schwierige Zeit, da meine Frau im siebenten Monat schwanger war“, erinnert sich Seyed Nooragha Jamshedi an die harte Zeit zurück. Erste Anlaufstelle für ihn und seine Frau war Traiskirchen, danach erhielt er bei Dietrich seine aktuelle Unterkunft. „Wir sind froh, in Horn zu sein, wir haben bereits einige Freunde gefunden“, so Jamshedi.

Vor rund einem Jahr hatte Dietrich ihr Haus in der Josef-Misson-Gasse als Flüchtlingsquartier angeboten. Eine Familie aus dem Iran und acht Personen aus Afghanistan – sie flüchteten vor den Taliban – sind seither hier in der Grundversorgung untergebracht.

„Aufteilung in kleine Quartiere bewährt sich“

„Von Beginn an stimmte die Chemie zwischen uns“, informierte Dietrich. Zwar habe es anfangs einige kleine Probleme gegeben, die seien aber ausgeräumt worden.

Auch klappt es dank der Unterstützung von Deutschlehrerin Helga Süßbauer mit den Sprachkursen einwandfrei – und so konnte die anfangs vorhandene Sprachbarriere rasch beseitigt werden. Das Konzept, kleinere Einheiten von Asylwerbern in kleineren Wohnungen aufzunehmen, habe sich gut bewährt, meint Veronika Dietrich.