Waldviertlerin ignorierte Quarantäne-Bescheid: Strafarbeit

„Ich war negativ getestet“, erklärte eine 18-Jährige aus dem Bezirk Horn, warum sie sich trotz Absonderungsbescheides mit Freunden getroffen hat.

Erstellt am 15. November 2021 | 09:08
Quarantäne Symbolbild
Symbolbild
Foto: Aleksandr Pobeda, shutterstock

Wegen eines positiven Corona-19-Falles in der Schule wurde eine 18-Jährige aus der Region Eggenburg im April dieses Jahres heimgeschickt, und sie erhielt von der Bezirkshauptmannschaft Horn einen Absonderungsbescheid.

Sie habe den Bescheid gelesen und gewusst, dass sie in Quarantäne bleiben muss, gestand die 18-Jährige vor Gericht ein. Trotzdem habe sie sich, gab sie zu, mit Freunden getroffen. „Ich habe zuvor aber einen Test durchgeführt und war negativ. Ich habe mich auf den Test verlassen und darauf vertraut“, beteuerte die Schülerin. und meinte dann leise: „Ich weiß jetzt, dass dies ein großer Fehler war. Es tut mir sehr leid.“

Nach dem Treffen erkrankten vier Personen an Covid-19 und die junge Frau  landete wegen vorsätzlicher Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten und Verletzung des Absonderungsbescheides auf der Anklagebank.

Zum Glück nahm die Krankheit bei den Teenagern einen leichten Verlauf. Im Zeugenstand bestätigten die anderen Jugendlichen einhellig, dass sie bei der 18-Jährigen keine Symptome bemerkt hätten. „Ich habe mich vielleicht bei meiner positiven Schwester angesteckt“, meinte ein Zeuge. Daraufhin wurde die einsichtige 18-Jährige vom Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung freigesprochen. Für das Ignorieren des Absonderungsbescheides muss sie 60 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten und 50 Euro Gerichtskosten zahlen. Nicht rechtskräftig.