Alpenverein Horn trotz Krise aktiv. Der größte Verein des Bezirks Horn lockte im Vorjahr 470 Teilnehmer zu Events.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 23. Januar 2021 (04:56)

„Auch für den Horner Alpenverein ist 2020 nicht so verlaufen, wie wir uns das vorgestellt haben“ – Alpenvereins-Vorsitzender Martin Schwayda zieht zum Beginn des neuen Jahres eine gemischte Bilanz über das abgelaufene. Zunächst konnte die Mitgliederversammlung samt Neuwahlen am 29. Februar gerade noch vor dem ersten Lockdown durchgeführt werden. Schwayda war dabei als Obmann des mit 550 Mitgliedern größten Vereins des Bezirks bestätigt worden, sein langjähriger Stellvertreter Wolfgang Welser war nach 30 Jahren nicht mehr angetreten. Zu den Stellvertretern Schwaydas wurden Heinrich Nagl und Georg Piewald gewählt.

Zahlreiche Veranstaltungen des Alpenvereins fielen den Corona-Maßnahmen zum Opfer, dennoch konnten 2020 mehr als 40 Veranstaltungen und Touren mit insgesamt 470 Teilnehmern durchgeführt werden – und das Dank umsichtiger Tourenführer und der Beachtung aller Hygiene- und Abstandsmaßnahmen auch alle davon unfall- als auch „coronafallfrei“.

Winterprogramm 2021 startet am 31. Jänner

So wurden Touren mit langen Anfahrtszeiten oder auch Mehrtagestouren kurzfristig auf Tagestouren in der näheren Umgebung umgeplant. „Über Website und Newsletter wurden die Mitglieder über den jeweiligen Stand der nötigen Maßnahmen informiert – und diese auch von allen Teilnehmern sehr gut eingehalten“, lobt Schwayda die Teilnehmer.

Der Familienwandertag am 26. Oktober konnte in abgeänderter Form durchgeführt werden und wurde trotz Schlechtwetter sehr gut angenommen. Auch die hochalpinen Touren auf Großvenediger oder Großglockner waren sehr beliebt. Lediglich die Hochtourenwoche im Mont Blanc-Gebiet musste abgesagt werden.

„Am stärksten getroffen wurde leider die Jugend- und Kinderarbeit, da ja größtenteils die Indoor-Aktivitäten an der Boulderwand untersagt waren, die Ferienaktion nicht stattgefunden hat bzw. auch das Einhalten des Sicherheitsabstandes etwa beim Schnupperklettern nicht möglich ist“, erklärt Schwayda.

Genügend Zeit blieb 2020 hingegen für die Nachmarkierung und Ausbesserungsarbeiten an den Alpenvereins-Wanderwegen. Hier wurden insgesamt 260 Arbeitsstunden geleistet, für die Arbeiten mussten mehr als 1.800 Kilometer Anfahrtswege in Kauf genommen werden. „Da muss man sich bei allen bedanken, die an unseren Aktivitäten mitgemacht haben“, sagt Vorsitzender Martin Schwayda.

Für 2021 ist geplant, dass der Start in das Winterprogramm mit 31. Jänner erfolgt. Derzeit wird noch am Jahresprogramm gearbeitet, es soll dann ab April gelten.