Sozialbetrug im Bezirk Horn war nicht nachweisbar. Waldviertlerin wurde vom Vorwurf, sich 48.000 erschwindelt zu haben, freigesprochen.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 04. Mai 2021 (07:09)
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In den vergangenen Jahren bezog eine Waldviertlerin (64) aus dem Bezirk Horn insgesamt an die 48.000 Euro an bedarfsorientierter Mindestsicherung. Aufgrund einer Anzeige kam der Verdacht auf, dass die Waldviertlerin bei der Antragstellung auf Gewährung der Mindestsicherung dem Sachbearbeiter der Bezirkshauptmannschaft Horn einen Lebenspartner in ihrer Wohnung verschwiegen hatte.

„Jener Mann, der bei uns oft ein- und ausgeht, ist ein guter Freund meines Stiefvaters, der im Erdgeschoß wohnt. Er hilft ihm und hat manchmal auch bei ihm übernachtet. Ich habe eine eigene Wohneinheit und führe ein Singledasein. Ich habe und hatte keine Lebensgemeinschaft mit dem 51-Jährigen. Ich habe auch keine Ehe zerstört“, beteuerte die Beschuldigte vor Gericht ihre Unschuld.

Der 51-Jährige bestätigte die Aussagen der Waldviertlerin und meinte: „Die Anzeige war ein Racheakt meiner Exfrau. Ich habe nur einem guten Freund geholfen und nicht bei dessen Stieftochter gelebt.“

Da kein stichhaltiger Beweis erbracht werden konnte, fällte die Richterin über die Waldviertlerin einen Freispruch.