Geschichte lebt im Schloss Greillenstein . Das Museum Schloss Greillenstein feierte 60-Jahr-Jubiläum. Dachsanierung braucht weiter Spenden.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 26. Juni 2019 (04:47)
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Beim Festakt zu „60 Jahre Museum Schloss Greillenstein“: Bezirkshauptmann-Stellvertreterin Claudia Steininger-Gurnhofer, Botschafterin Margit Bruck-Friedrich, Landesrat Martin Eichtinger, Elisabeth und Andreas Kuefstein, Ulrike Vitovec (Museumsmanagement NÖ), Bürgermeister Gernot Hainzl und Obmann Manfred Wielach.

Mit Verhandlungen im historischen Gerichtssaal, Geistertouren durch das Schloss, bengalischen Feuern vor dem Schloss und einem kurzweiligen Festakt, der vom Röhrenbacher Terzett mit Elisabeth Jamy, Melanie Braun und Andreas Gamerith sowie Pianist Matthias Wielach musikalisch gekonnt umrahmt wurde, feierte das Museum Schloss Greillenstein am 20. Juni sein 60 Jahr-Jubiläum.

Beim Festakt blickte Elisabeth Kuefstein auf die Anfänge des Museums im Jahr 1959 zurück. Ein Jahr später, 1960, ist die Familie Kuefstein dann aus dem Schloss, das seit dem 16. Jahrhundert im Familienbesitz ist, ausgezogen. Die Idee zur Etablierung des Museums habe die Familie ihres Mannes aus finanziellen Gründen getroffen: „Die Finanzierung eines Schlosses ist immer eine große Herausforderung. Wenn man an einer Ecke fertig ist, kann man an der nächsten beginnen“, meinte sie. Daher habe man die Überlegung angestellt, wie man die Finanzierung bewerkstelligen könne. „Dann hat man den Entschluss gefasst, das Schloss zu öffnen“, sagte Kuefstein.

Dachfläche von 3.600m2 muss saniert werden

Auch derzeit laufen Sanierungsarbeiten am Schloss. Die Restaurierung von Dach und Dachstuhl fordern den „Verein der Freunde und Gönner des Schlosses Greillenstein“, der sich über Spenden und Mitgliedsbeiträge finanziert und 1992 von Karl Kuefstein gegründet wurde, seit einigen Jahren (die NÖN berichtete mehrfach). Insgesamt müssen 1,2 Mio. Ziegel auf einer Dachfläche von 3.600m2 sowie der Dachstuhl („Der ist ein auf den Kopf gestellter Schiffsrumpf, der nach außen drückt und Risse an der Fassade verursacht. Eigentlich ist das eine Fehlkonstruktion“, sagte Obmann Manfred Wielach) erneuert werden. Bei der letzten Sanierungsetappe, die insgesamt 100.000 Euro verschlang, wurden zwei Drittel des Geldes in den Dachstuhl, ein Drittel in das Dach selbst investiert.

Bürgermeister Gernot Hainzl unterstrich die gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Familie Kuefstein. Er bedankte sich dafür, „dass die Familie Kuefstein der Bevölkerung einen Blick in die Geschichte gewährt“. Diese Geschichte sei nicht nur „Geschehenes“, sondern im anderen Wortsinn auch „Geschichtetes, auf dem wir uns in der Gegenwart bewegen“.