Seniorenbund will E-Taxi für die Stadt. Eggenburg: Obmann Rudolf Weiser erprobte diese Transport-Möglichkeit – und kalkuliert bereits.

Von Eduard Reininger. Erstellt am 16. September 2020 (04:39)
Matthias Mazuheli (K-Bus) informierte Ehrenobmann Alfred Datler, Seniorenbund-Obmann Rudolf Weiser, Roland Deyssig vom Regionalmanagement und Bürgermeister Franz Göd (von links) über die Einsatzbereitschaft desE-Taxis.
Eduard Reininger

Rudolf Weiser, Obmann des Seniorenbundes Eggenburg, organisierte ein E-Taxi zur Erprobung. „Unsere Großgemeinde ist sehr weitläufig. Vor allem für die ländliche Region ist der Bus ein wichtiges Angebot, um unser Zentrum mit medizinischen Angeboten, Banken und Einkäufen auch ohne eigenes Fahrzeug zu erreichen“, erklärte er in der Vorwoche bei einer Präsentation. Der Obmann sieht das zukünftige Angebot aber nicht nur für Senioren – und macht sich konkrete Gedanken, wie das Angebot langfristig in der Stadt verankert werden kann.

Das E-Taxi sollte von einem Unternehmen betrieben werden. Eine exakte Kostenaufstellung wie sich das neunsitzige Fahrzeug finanzieren lässt, hat er akribisch erstellt. Weiser liefert dazu den Denkanstoß: Das E-Taxi soll um 50 Euro im Monat unbegrenzt in der Großgemeinde unterwegs sein – „egal wie oft und wann“. Lässt sich das Projekt einfach umsetzen?

„Die Zukunft wird es zeigen“, gibt sich der Seniorenbund-Obmann zuversichtlich. Es gehe darum, die Mobilitätschancen jener Einwohner zu erhöhen, die kein eigenes Auto nutzen können oder wollen. Ältere, Leute ohne Führerschein, Frauen, Kinder und Jugendliche können sich für Arzt-, Amts-, Einkaufs-, Bank- oder Freizeitfahrten innerhalb drei Gemeinden chauffieren lassen. Man könne 24 Stunden mobil sein.

Angebote werden geprüft

Weiser will damit den öffentlichen Nahverkehr auf dem Land stärken, den Pkw-Individualverkehr reduzieren, das Klima schützen und die Wirtschaft fördern. Zur Demonstration kutschierte Matthias Mazuheli ältere Seniorenbund-Mitglieder in der Vorwoche zum gemeinsamen Treffen ins Gasthaus Oppitz. „Auch Pendler können sich vom Bahnhof nach Hause bringen lassen“, nennt Weiser noch ein Beispiel.

Momentan werden Angebote geprüft, zum Einsatz soll jedenfalls ein Elektro-Fahrzeug kommen. Welches Modell angekauft wird, ist noch offen. Wie könnte es funktionieren? „Wenn 420 Menschen bereit sind, monatlich 50 Euro und für Jugendliche 20 Euro zu zahlen, um damit einen Monat mobil zu sein, rechnet sich das Projekt“, betonte Weiser. Neben der Präsentation des E-Taxis standen Ehrungen und Auszeichnungen beim ersten Treffen des Seniorenbundes nach dem Corona-Lockdown auf dem Programm.