Alle für Windkraft. Alle 17 anwesenden Geraser Mandatare stimmten für Projekt im Gebiet der Agrargemeinschaft Dallein.

Von Robert Schmutz. Erstellt am 04. März 2014 (23:59)
NOEN, Archiv
Von Robert Schmutz

Der Gemeinderat befasste sich zuletzt in einer Sitzung hauptsächlich mit dem Thema Windkraft. Nachdem für den Geraser Gemeindebereich der geplante Windpark im Saaßwald vorläufig wegen Einwänden durch das Vorkommen eines seltenen Vogels gestrichen wurde, besteht noch im Projekt der Gemeinde Sigmundsherberg, das auch den Wald der Agrargemeinschaft Dallein betrifft, eine Chance auf Realisierung.

In dem sogenannten Gebiet „WA 20“ sieht der Energiebeauftragte der Stadtgemeinde, Stadtrat Martin Falkner, eine Notwendigkeit der Vorsorge: „Wir sollten nach dem Gestattungsvertrag für die TSW (Thumeritzer Saaßwald) auch eine positive Stellung für das Gebiet Sigmundsherberg WA 20 abgeben.“ Was auch einstimmig von den 17 anwesenden Gemeinderäten – zwei fehlten entschuldigt – erfolgte. Gründe sehen die Gemeindevertreter im NÖ Energiefahrplan, in der Mitgliedschaft des Vereines „Energieregion Ost“ (seit 17. 1. 2014 als Verein gemeldet) und dem Ziel, die Region energieunabhängig zu machen.

„Wir sind prinzipiell für die Windkraft“

Nicht mehr ganz so einig war man sich beim Beschluss der Abstandsverkürzung von 2.000 auf 1.200 m zum gewidmeten Bauland und Baulandsondergebiet. Zwiespältig mutete die Aussage von Stadtrat Walter Kaindl an: „Wir wollen nicht unsere Gegend verschandeln, sind aber prinzipiell für die Windkraft.“ Gemeinderat Harald Leitner brachte eine von Regionsbürgern oft geäußerte Aussage: „Wir sehen auch die rauchenden Kühltürme von Dukovane. Die machen mir mehr Angst als die Windräder.“

Die Abstimmung der Abstandsverkürzung auf 1.200 m wurde von 16 Mandataren befürwortet, Stadträtin Karin Gutmann enthielt sich der Stimme.