Allegro Vivo: Romantischer Abschluss. Das Kammermusik-Festival Allegro Vivo endete mit musikalischer Glanzleistung. „Inspiration“ ist Thema der 37. Auflage, im Mittelpunkt 2015 steht das Gastland Frankreich.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 16. September 2014 (11:41)
Tosenden Applaus und »Bravo«-Rufe gab es beim Abschlusskonzert des Kammermusik Festivals Allegro Vivo für Hornist Christoph Peham, Maestro Bijan Khadem-Missagh und die Academia Allegro Vivo.
NOEN, Rupert Kornell
Wenn zum Auftakt und Abschluss – und natürlich auch zwischendurch – Mozart erklingt, dann kann bei einem Festival nichts schiefgehen. Und tat es auch nicht: So glanzvoll wie es begonnen hat endete nach über 50 Konzerten das diesjährige Festival Allegro Vivo, das unter dem Motto „Sprachklang“ stand und die deutschsprachigen Komponisten in den Vordergrund rückte. 2015 ist das Thema „Inspiration“, Gastland wird dann Frankreich sein.

Ganz dem Klischee romantischer Stimmung entsprochen

Mozarts Symphonie Nr. 34, seine letzte „Salzburger“, ehe er im Streit vom dortigen Erzbischof schied, gelang einfach wunderbar, kraftvoll und alle Forte- und Pianostellen auskostend der erste Satz, nahezu romantisch der zweite, mit Grandezza von der famosen Academie Allegro Vivo gespielt und von Festival-Gründer und Dirigent Bijan Khadem-Missagh mit ebensolcher geleitet, furios der finale dritte Satz. Somit schloss sich der Kreis, der mit Mozarts A-Dur-Symphonie, KV 201, beim Eröffnungskonzert Anfang August begonnen wurde.

Obwohl in den letzten Jahren des des 19. Jahrhunderts komponiert, entsprach Richard Strauss‘ „Konzert für Waldhorn und Orchester“ ganz dem Klischee romantischer Stimmung. Und Christoph Peham, erster Hornist des Nö. Tonkünstlerorchesters, sorgte mit seiner virtuosen Interpretation für tosenden Applaus und „Bravo“-Rufe.

Konzert bejubelt, im Anschluss die neue CD vorgestellt

In die „große Pause“ bis zum Beginn des 37. Festivals entlassen wurde das Publikum in der wiederum bis auf den letzten Platz gefüllten Bibliothek des Stiftes Altenburg mit der 4. Symphonie in d-Moll von Robert Schumann, dem romantischen Stück schlechthin.

Nach dem bejubelten Konzert wurde die neue CD vorgestellt, auf der zwei Stücke des Eröffnungskonzerts – „Metamorphosen“ von Richard Strauss und „Die Waffen nieder“ von Flora Marlene Geißelbrecht sowie Mozarts Klarinettenkonzert in A-Dur mit Solist Matthias Schorn vom Auftakt des Vorjahres – zu finden sind.