Uraufführungen auf kleiner Orgel. Sehr gut bewährt hat sich die Chororgel im Stift, der im Oktober drei große Ereignisse bevorstehen.

Erstellt am 11. Oktober 2014 (06:50)
NOEN, Martin Kalchhauser
Markus Pfandler-Pöcksteiner und Frater Johannes Holzmann, die beiden Organisten des Stiftes mit der Chororgel.

340 Pfeifen, sieben verschiedene Holzarten sowie hunderte Stunden Handarbeit stecken in der neuen Chororgel, die seit dem Frühjahr im Altarbereich des Stiftes steht. Das Instrument, das innerhalb weniger Minuten im Raum versetzt werden kann, hat nun die ersten Monate klaglos seinen Dienst zur Freude der Gemeinde getan.

„recordare mei“-Uraufführung am Sonntag

„Sechs Manual- und ein Pedalregister sind vom holländischen Orgelbauer Henk Klop in handwerklicher und musikalischer Präzision so intoniert worden, dass sie eine kleine Gottesdienstgemeinde genauso begleiten können wie eine große“, freut sich Stiftskapellmeister Markus Pfandler-Pöcksteiner. „Qualität und Vielseitigkeit dieses Instruments sollen ein Argument für den Bau von Pfeifenorgeln sein, denn es bietet ,echten‘ Orgelklang.“

Zur Feier des neuen Instruments, in welches das Stift rund 66.000 Euro investiert hat, finden im Oktober die Uraufführungen von zwei Stücken statt, die dafür komponiert wurden. Schon am Sonntag (12.10.) wird „recordare mei“ des Wiltener Stiftsorganisten Kurt Estermann für Alt, zwei Knabensoprane und zwei Orgeln im Rahmen des Gottesdienstes mit Solisten der Altenburger Sängerknaben erstmals zu hören sein.

Stück „Melodie“ erklingt am Nationalfeiertag

Wolfram Wagner, Professor für Komposition an der Musikuniversität Wien, hat das Stück „Melodie“ für kleine Orgel geschaffen, das im Gottesdienst am Sonntag, 26.10., erstmals erklingen wird.

An beiden Tagen wird das Instrument im Anschluss an den Gottesdienst kurz vorgestellt.

Der Stifts-Kirchenchor Altenburg und das Wiener Collegium Vocale zelebrieren schließlich am 26.10., 15 Uhr, gemeinsam mit Organistin Judith Velisek unter der Leitung von Stiftskapellmeister Pfandler ein Festkonzert, bei dem das Konzert in G-Dur für Orgel und Streicher von Christian Philipp Emmanuel Bach, die „Hymne“ für Sopran, Chor und Orgel von F. Mendelssohn-Bartholdy sowie das „Jubilate“ von H. Purcell und das berühmte „Halleluja“ aus Händels „Messiah“ zur Aufführung kommen.