„Ständchen“ für das Stift. Eröffnung der AMA stand im Zeichen des 875-Jahr-Jubiläums des Altenburger Stiftes.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 17. Juli 2019 (04:35)
Thomas Weikertschläger
Astrid Spitznagel, Judith Velisek und Robert Lehrbaumer bestachen im ersten Teil des Eröffnungskonzertes.

Es war ein Konzert mit „umwerfenden Künstlern und umgeworfenem Programm“ – treffender als Robert Lehrbaumer, Leiter der Altenburger Musikakademie (AMA), hätte man das Eröffnungskonzert der heurigen AMA-Saison im Stift Altenburg nicht bezeichnen können. „Umgeworfen“ musste das Programm deshalb werden, da die Verantwortlichen erst relativ kurz vor dem Konzert vom 875-Jahr-Jubiläum des Stiftes, das am 25. Juli gefeiert werden wird, erfuhren – und dann das Programm auf dieses Ereignis abstimmten.

Im ersten Teil, der von Lehrbaumer sowie der Waldviertler Flötistin Astrid Spitznagel und Organistin Judith Velisek bestritten wurde, wurde ein besonderes „Geburtstagsständchen“ geboten. Lehrbaumer spielte Präludium und fuge d-Moll aus dem „Wohltemperierten Klavier“ von Johann Sebastian Bach.

Dieses Werk trägt die Nummer 875 im Bach-Werke-Verzeichnis (BWV). Außerdem wurden Blicke aus der Gegenwart in die einzelnen Kulturepochen geboten. Das Mittelalter wurde mit einem Werk von Benjamin Britten, in dem er ein Thema des von der Gregorianik beeinflussten Komponisten Vittoria aufgreigt, gewürdigt.

Thomas Weikertschläger
Das Wiener Gitarrentrio mit Heinz Wallisch, Karin Aigner und Albert Aigner überzeugte im Weißen Saal.

Beeindruckend der Blick in die Renaissance mit der Uraufführung des Stücks „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ von Astrid Spitznagel. Auch zwei Sätze aus „Vier Stücke für Trompetenuhr“ von Peter Planavsky mit Anlehnungen an Mozart oder eine Fuge über „Hedwig‘s Theme“ aus der Filmmusik zu Harry Potter erfreuten die Gäste.

So richtig harmonisch wurde es dann im zweiten Teil, der im „Weißen Saal“ des Stiftes gespielt wurde. Dabei überzeugte das Wiener Gitarrentrio mit Heinz Wallisch, Karin und Albert Aigner mit Werken von Johann Stadlmayr, Leonhard von Call und Maximo D. Pujol. Beim Publikum besonders gut ankam Harfenistin Mirjam Schröder, die mit virtuoser Technik bei der Fantasie c-moll von Louis Spohr und „La Source“ von Alphone Hasselmans zu überzeugen wusste.

 

Umfrage beendet

  • Ist da Kulturangebot im Bezirk Horn ausreichend?