Ambiente bezauberte. LiteraturPUR | Entdeckungsreise in die Texte: Karin Fibich-Brunner lud in ihr Atelier in der Piaristen-Passage, wo sie und Hans Fuxa lasen.

Erstellt am 21. Januar 2014 (23:59)
NOEN, Martin Kalchhauser
Von Martin Kalchhauser

HORN | Karin Fibich-Brunner als bezaubernde Gastgeberin in ihrem heimeligen, bunten Atelier, bildhafte Texte aus ihrer Feder (aus ihrem Buch „Einst fiel ich aus den Sternen“) und lyrische Prosa des Rosenburgers Hans Fuxa erlebten die Gäste des B4B-Abends in Fibichs Atelier in der Piaristenpassage.

Schon die Vielseitigkeit der beiden Schreiber, von der Obfrau Elisabeth Hübl erzählte, beeindruckte. Fibich-Brunner ist Lebensberaterin, betreibt aber auch Malerei, Tanz, Gesang und Schauspiel. Fuxa ist Doktor der Biologe, Spezialist für Heuschrecken, Waldvögel und Tagfalter.

Dass Fibich-Brunner auch mit Worten malt – „leidenschaftlich küsste der HImmel die Erde am blutroten Horizont“ –, bewies sie eindrucksvoll mit ihren perfekt vorgetragenen Gedichten. In den Texten vermittelt die Autorin, teilweise mit dem Stilmittel der Ich-Form, ihre Vorlieben – etwa für die Berge, aber auch das Waldviertel, das ihr seit 25 Jahren Heimat ist.

Das Ende mit einer witzigen Reise mit einem Gartenzwerg leitete zu Fuxa über, der aus eigener (schmerzlicher) Erfahrung weiß, wie Lyrikabende nicht sein dürfen und dementsprechend locker erzählte, moderierte und las. Seine mit Beispielen untermauerte Behauptung, in Märchen komme viel Sex und Gewalt vor, sorgte erst für Schmunzeln, dann für Staunen. In verbindenden Worten zeigte sich Fuxa auch historisch sehr beschlagen.

Ein vergnüglicher, lehrreicher Abend, zu dem wohl kein Zuhörer sein Kommen bereut hat.