Im Bezirk Horn wieder mehr ohne Job. Coronabedingte Beschränkungen drücken weiter auf die Arbeitsmarkt-Dynamik. Insgesamt sind derzeit 1.021 Personen beim AMS Horn registriert.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 02. Februar 2021 (09:14)
Symbolbild
APA (Pfarrhofer)

Der Arbeitsmarkt im Bezirk Horn bleibt weiter schwer von der Coronapandemie betroffen. Ende Jänner waren 881 Personen beim AMS Horn arbeitslos gemeldet – um 49 mehr als zum selben Zeitpunkt im Jahr 2020, das ist eine Steigerung um 5,9 Prozent. Rechnet man die Schulungsteilnehmer dazu, waren in Horn im Jänner gegenüber dem Vorjahresmonat 1.021 oder 5,6 Prozent mehr Personen beim AMS Horn registriert. Frauen waren stärker vom Anstieg betroffen als Männer. Derzeit sind 300 Frauen (+29 oder 10,7 Prozent) beim AMS Horn arbeitslos gemeldet und 581 Männer (+20 oder 3,6 Prozent).

AMS-Geschäftsstellenleiter Ferdinand Schopp.
Kalchhauser

Laut AMS-Geschäftsstellenleiter Ferdinand Schopp dämpfen die coronabedingten Beschränkungen der Wirtschaft die Dynamik am Arbeitsmarkt. Sofort verfügbare offene Stellen sind 156 derzeit beim AMS Horn gemeldet – um 4 (-2,5 Prozent) weniger als noch vor einem Jahr. Einmal arbeitslos geworden, dauert es für bestimmte Personengruppen – laut Schopp besonders Junge ohne Berufserfahrung, die Generation 50 plus sowie Jobsuchende mit gesundheitlichen Problemen – zunehmend länger am Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen.

Deshalb nehme auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen laufend weiter zu und liegt im Bezirk Horn 50 Prozent über dem Vorjahr. Schon 45 Personen, die länger als 12 Monate ohne Job sind, sind beim AMS Horn registriert. Die größte Herausforderung in den kommenden Monaten wird es laut Schopp sein, der Verfestigung der Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken. Wie man das tun will? „Mit konsequenter Vermittlung, Qualifizierung und zielgerichteter Beschäftigungsförderung wollen wir für einen erfolgreichen Wiedereinstieg sorgen“, sagt Schopp.

Durch zusätzliche Mittel der Bundesregierung im Rahmen der Corona-Joboffensive kann das AMS jetzt noch mehr Möglichkeiten für Aus- und Weiterbildung anbieten. Das Ziel dieser Offensive sei es, die Corona-Krise als Chance zu nutzen um sich in der Krise weiterzubilden, um neue Perspektiven zu erhalten oder eine Ausbildung abzuschließen. Im Waldviertel bietet das AMS nun einige „neue“ Ausbildungen an, dazu gehören etwa Tischler, Zimmerer oder Klima-Anlagentechniker.