Abenteurer-Biker Blaim (66): Heimkehr nach 40.000 km. Gattin, Nachbarn und Freunde hießen Abenteurer Alfred Blaim zu Hause in Horn willkommen. Asien-Tour endete nach 40.000 Kilometern genau zum 66er.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 18. August 2017 (05:23)
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Horn, Leopold-Wisgrill-Gasse 4: Nach viereinhalb Monaten exakt am 66. Geburtstag waren Alfred Blaim und seine Frau Leopoldine wieder vereint.

Exakt 136 Tage war der Horner Alfred Blaim auf Achse. 30.000 Kilometer auf seiner BMW F800 GS, 9.300 km mit der Transsibirischen Eisenbahn und 700 km (nach einem Kupplungsschaden) auf einem Pickup. Am 14.8. um exakt 16.05 Uhr rollte sein Motorrad vor seinem Haus in der Leopold-Wisgrill-Gasse aus.

Mit Gattin Leopoldine (Sohn Erik ist gerade auf Schweden-Reise) waren viele Nachbarn zusammengekommen, um ihn empfangen und zum 66. Geburtstag zu gratulieren, den er an diesem Tag feierte.

Biker glücklich & müde, Motorrad ramponiert

Ganz spurlos sind die Strapazen – Hitze und Kälte, Sand-, Schotter- und Steinpisten – weder am Menschen noch am Bike vorübergegangen. Blaim wirkte müde, der Hinterreifen seines Motorrades hatte zwei Risse …

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Seine Biker-Freunde Franz Zehndorfer (links) und Walter Hable (rechts) gaben Blaim die letzten 36 Kilometer von Groß Weikersdorf nach Horn Geleit.

Die NÖN stellte dem Abenteurer die ersten Fragen. Wie war die Ankunft in Horn? „Der Empfang ist berührend. Ich bin froh, dass ich wieder gesund zu Hause bin, nach dem, was ich viereinhalb Monate durchgemacht habe.“ Die Reise sei anstrengend gewesen, teils habe es Probleme mit dem Motorrad gegeben (die NÖN berichtete). „Aber wenn ich mich ein paar Tage ausraste, geht es wieder!“

Befragt zum Highlight der Reise: „Sibirien. Die riesige Weite des Landes ist faszinierend – für uns alle, wie wir hier stehen, unvorstellbar.“ Negative Erlebnisse: der Kupplungssschaden in Tadschikistan, Motoraussetzer, eine Zündspule und eine Lichtmaschine, die den Geist aufgaben … „Aber ich war nicht der Einzige. Fast alle hatten Probleme mit dem Motorrad. Kein Wunder! Man kann sich nicht vorstellen, wie manche Straßen ausschauen!“

Motorrad- und Reise-Freunde dürften sich auf spannende Vorträge des Horners freuen. Und erstmals will er eine Reise auch zu einem Buch verarbeiten.