Künstler aus dem Bezirk Horn präsentierten sich vielfältig

Wie vielfältig und spannend die Kulturszene im Bezirk Horn ist, das haben die "Tage der offenen Ateliers" gezeigt. Durchgeführt wurden diese Tage von der Kulturvernetzung NÖ heuer schon zum 19. Mal. Ziel der Aktion ist es, Publikum und Künstler näher zusammenzubringen.

Erstellt am 18. Oktober 2021 | 09:59

Die Ateliers, Werkstätten und Arbeitsräume der Künstler des Bezirks waren wieder für jedermann zugänglich. Die Aktion ist in den Jahrzehnten ihres Bestehens laufend gewachsen, freut sich PanART Künstlerin Silvia Edinger die bereits seit mehr als zehn Jahren an dem Event teilnimmt. „Das ist eine erfreuliche Entwicklung, die das Bild des regen, wachsenden Kulturlebens in Niederösterreich widerspiegelt“, meinte etwa ihr Kollege Robert Amon. Das gebotene variiert stark, aber auch diese Vielfalt ist einer der Gründe, warum die Tage der offenen Ateliers so beliebt sind. 

Besonders vielfältig war das Angebot auch wieder rund um Gars. Die Kameggerin Gertraude Borik, als Künstlerin nennt sie sich Adam-Klär, hat sich ganz dem „Gießen“ von Bildern verschrieben, einer Technik, der sich ihres Wissens kein Künstler in der Region bedient. „Ich mische verschiedene Farben, gieße sie auf den Untergrund und warte darauf was herauskommt“, erklärt sie. „Damit sind der Phantasie des Betrachters keine Grenzen gesetzt.“

Bilder in verschiedenen Techniken und Skulpturen, aber auch Schmuck gestaltet die Garserin Künstlerin Roswitha Wagner. Ihren Besuchern präsentierte sie zu ihren Werken nicht nur eigene Gedichte und Kurzgeschichten, sondern auch die erstmalig in NÖ erschienene Zeitschrift „K&K-Almanach für Kunst und Kultur“, für die sie das Titelblatt anfertigte.

Für seine Landschaften, Akten und Skulpturen ist der Zitternberger Savio Verra weithin bekannt. Als gebürtiger Osttiroler weiß er natürlich auch mit Holzschnitzen umzugehen. In seinem Atelier finden sich aber auch Bronzeguss-Arbeiten, Weinengel (Engelkopf auf Fassdaube) oder selbst gebaute Gitarren.

Hunderte Bilder und tausende Zeichnungen hat Helmut Gräff in seinem Atelier in Gars. Hier entstehen täglich neue Werke in verschiedenen Techniken, aber auch viele Gedichte, die sich mit der heutigen Zeit auseinandersetzen.

Als „Siuz“ ist Sarah Kupfner Kunstkennern ein Begriff. Sie gestaltet nur mit Sprühdosen und gelegentlich auch Walzen, aber nie mit einem Pinsel, ihre vor allem großformatigen Kunstwerke, die man etwa an Hausfassaden, in Gastronomiebereichen und Hotels, aber in kleineren Formaten ebenso gut auch auf Autos oder Lokomotiven finden kann.