Attacke gegen Arzt. Brutale Taten | Verkehrsunfallopfer schlug in Aufnahmestation auf Mediziner ein. Festbesucher nach Faustschlag in Lebensgefahr.

Erstellt am 17. Juni 2014 (12:37)
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Eine brutale Attacke gegen einen Arzt der Aufnahmestation und ein Schwerverletzter nach einem Zwischenfall auf der berüchtigten Steinbruchhaus-Party (STBH-Party) in Röschitz beschäftigten die Polizei.

Zuvor friedlicher Mann riss sich Infusion aus der Vene

Wie erst in der Vorwoche bekannt wurde, kam es bei der Einlieferung eines verunglückten Autolenkers (21) im Horner Spital zu einer dramatischen Situation. Der zuvor total friedliche junge Mann, der unter Einfluss von Drogen gestanden sein dürfte, riss sich plötzlich die vom Notarzt angelegte Infusion aus der Armvene und ging auf den Arzt los. Er versetzte dem Mediziner einen heftigen Schlag auf den Kopf, sodass der sich in Krankenstand begeben musste.

Zwei Polizeistreifen wurden ins Spital beordert, brauchten aber nicht mehr einzuschreiten. Dem brutalen Patienten wird eine Anzeige ins Haus flattern. Der ärztliche Direktor Martin Breitenseher bestätigte das Geschehen: „Solche Vorfälle sind leider schwerwiegend, denn das Verhältnis Arzt-Patient wird dadurch schwer gestört.“ Das Klinikum werde Anzeige erstatten.

Nach Party-Besuch: „An so einer Verletzung kann man sterben!“

Mit lebensgefährlichen Verletzungen endete der Besuch der STBH-Party in Röschitz für einen Gast. Er bekam von einem anderen Mann einen so heftigen Faustschlag in den Bauch ab, dass er eine Leberruptur erlitt. „An so einer Verletzung kann man sterben!“, verweist ein Arzt auf die Gefahr, der das sogar einige Tage auf der Intensivstation behandelte Opfer ausgesetzt war.

Die Polizei ermittelt und hat auch bereits eine Spur – zu einem 22-jährigen derzeitigen Bundesheer-Angehörigen aus Horn. „Er ist aber noch nicht geständig“, so ein Polizist in der Vorwoche. Allerdings gebe es Zeugen für den Streit, dessen Ursache nicht bekannt ist.