„Aus“ für FF Zettlitz. Kleine Wehr wird Feuerwache der FF Zissersdorf. Beschluss der Silberhelme am Samstag dürfte nur mehr eine Formsache sein.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 08. März 2017 (05:21)
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Bei der Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Zettlitz 2016 wurde Markus Haider (Zweiter von rechts) zum Kommandanten gewählt, Karl Gutmann (links) war seit damals Stellvertreter. Zum Verwalter wurde Leo Silberbauer (rechts) bestellt. Bürgermeister Josef Spiegl (Zweiter von links) gratulierte damals zur Wahl.
NÖN-Archiv

Nach dem „Aus“ der Wehren Waiden (jetzt bei St. Marein) im Jahr 2006 und der Auflösung der FF Etzmannsdorf (nun Straning) 2012 ist jetzt die FF Zettlitz an der Reihe: Die Silberhelme des kleinen Ortes der Stadtgemeinde Drosendorf-Zissersdorf haben bereits den Beschluss gefasst, sich als eigenständige Wehr aufzulösen und der FF Zissersdorf beizutreten.

Vergebliche Suche nach Vize für Kommandanten

„Rechtsverbindlich ist das erst, wenn die FF Zissersdorf ihren Beschluss gefasst hat“, erklärt Abschnittskommandant Heinz Krehan, der statt 32 dann 31 Wehren befehligen wird. Zugespitzt hatte sich die Lage, weil Karl Gutmann als Kommandant-Stellvertreter ausscheidet. „Leider war niemand bereit, diese Funktion zu übernehmen.“ Krehan: „Mir ist jede einzelne Feuerwehr wichtig, aber wenn es nicht anders geht …“

Markus Haider, Kommandant der 16 aktiven Helfer und fünf Reservisten in Zettlitz, bestätigt, dass die Nachbesetzung des Kommandos das Problem gewesen sei: „Junge, die vielleicht bereit gewesen wären, sind noch nicht so weit mit den nötigen Kursen.“ Beim Beschluss des Übertritts zur Nachbar-FF habe es „im Großen und Ganzen Einigkeit“ gegeben. Der Wehr sei versprochen worden, dass Haus und Tragkraftspritzenwagen bleiben. „Wir machen weiter!“

Simon Pind, Kommandant der FF Zissersdorf (47 Aktive, zehn Reservisten), sieht „aus meiner Sicht kein Problem“ mit dem Beitritt der Kollegen aus Zettlitz. „Die Stimmung ist positiv“, berichtet er vor dem am 11. März anstehenden Beschluss. Wenn der Name der kleinen Feuerwehr durch den Bestand einer Feuerwache (früher: abgesetzte Gruppe) bleibe, sei die Motivation für Bewohner dort höher mitzumachen. Das Einsatzgebiet seiner Wehr werde größer. Wenn man auf eine Wache zurückgreifen könne, sei das ein großer Vorteil.

Formell muss auch die Gemeinde Drosendorf-Zissersdorf (wo es dann statt acht nur mehr sieben Wehren geben wird) den Schritt noch absegnen. Bürgermeister Josef Spiegl, der selbst in der FF Zissersdorf aktiv ist, erwartet, dass dies in der Sitzung am 16. März passieren werde. Und auch er ist guter Dinge, dass die entscheidende Abstimmung am Samstag positiv ausgehen wird.

Im Bezirk gibt es nach dem Schritt der Zettlitzer dann statt 104 „nur“ mehr 103 Feuerwehren – durchschnittlich mehr als fünf pro Gemeinden.