Dorfzentrum: 21-Jährige sichert Nahversorgung. Im November soll mit Bau für neues Geschäft in Japons begonnen werden. Mit der 21-jährigen Nadin Kases wurde Betreiberin aus der Gemeinde gefunden.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 21. September 2016 (04:13)
Thomas Weikertschläger
Präsentieren den Plan für das neue Nahversorgungsgeschäft und die vier neuen Wohnungen, die am Hauptplatz in Japons entstehen: Vizebürgermeister Eduard Kranzl, Nahversorger-Betreiberin Nadin Kases und Bürgermeister Karl Braunsteiner. Foto: Thomas Weikertschläger

Glücklich zeigte sich die Japonser Gemeindespitze mit Bürgermeister Karl Braunsteiner und seinem Vize Eduard Kranzl über die Fortschritte beim Thema „Nahversorger“ in Japons. Wenn es das Wetter zulässt, soll noch im November mit den Bauarbeiten für das neue Gebäude am Areal des ehemaligen „Döberl-Hauses“ begonnen werden. Mit der Fertigstellung rechnet Braunsteiner nach sechs bis sieben Monaten.

Nahversorger für Kases immer schon ein Wunsch

Mit dem Projekt soll das Zentrum von Japons einen neuen Impuls bekommen. Laut Braunsteiner besonders erfreulich: Mit der 21-jährigen Zettenreitherin Nadin Kases wurde für den Nahversorger eine Betreiberin aus der Gemeinde gefunden.

Braunsteiner: „Diese Taktik hat schon vor zwölf Jahren, als wir einen Betreiber für das Wirtshaus gesucht haben, funktioniert. Ich gehe davon aus, dass wir auch mit Kases auf eine Erfolgsgeschichte zusteuern.“

Sie kenne die Bevölkerung, das sei beim Betreiben eines Nahversorgers Grundvoraussetzung für das Funktionieren des Betriebes. Die gelernte Einzelhandelskauffrau wird ab November bei der Firma Kastner auf ihre Aufgabe vorbereitet.

Für sie war das Führen eines Nahversorgers immer schon ein Wunsch, daher gehe sie mit großer Vorfreude an die Aufgabe heran, meint Kases. Neben dem klassischen Sortiment eines Nahversorgers will sie auch ein kleines Garten-Center sowie eine Kaffee-Ecke, die sich zum Treffpunkt für den Ort entwickeln soll, anbieten. Außerdem wird das Geschäft einen Lagerraum, ein Büro und einen Sanitärbereich umfassen.

Gesamtkosten liegen bei rund 1,2 Millionen Euro

Weitere positive Entwicklung: „Im Geschäft wird es Arbeit für rund 100 Wochenstunden geben, daher rechne ich mit bis zu vier neuen Teilzeitarbeitsplätzen für unsere Gemeinde“, meint Braunsteiner.

Im von der WAV errichteten Gebäude werden im Obergeschoß auch vier Wohnungen mit Größen zwischen 58 und 84 m 2 untergebracht sein. Interessenten für die Wohnungen gebe es bereits, erzählt Braunsteiner.

Während der barrierefreie Zugang zu den Wohnungen von der Zufahrtsstraße zur Kirche aus möglich sein wird, wird der Eingang des Geschäftes von der Seite des Kriegerdenkmals möglich sein. Auch der Vorplatz des Geschäftes wird völlig umgestaltet. Neben der Verlegung von Bushaltestelle und Müllinsel werden ausreichend Parkplätze für die Kunden errichtet.

Die Gesamtkosten für das Projekt beziffert Braunsteiner mit 1,2 Millionen Euro. Allerdings sei die Finanzierung noch nicht restlos geklärt, es gelte noch Förderungen seitens des Landes (für den Bau einer Stützmauer), sowie NAFES-Förderungen (Niederösterreichische Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Einkaufs in Stadt- und Ortszentren) für das Nahversorgungsgeschäft abzuwarten.