Mehr Platz für die Hochzeitsgäste in Gars. Im Rathaus wurde ein Büro für den Wassermeister eingerichtet, Trauungszimmer wird um einen Nebenraum erweitert.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 12. Februar 2021 (04:12)
Völlig neu gestaltet werden auch das Trauungszimmer (im Hintergrund) und der angrenzende, nun mit einem Durchlass verbundene Nebenraum. Im Bild Thomas Nichtawitz mit Installateur Michael Schiegel.
Rupert Kornell

„Seit drei Jahren sind wir dabei, das Rathaus auf den neuesten Stand zu bringen für die Bürger ebenso wie für die Bediensteten“, erklärte Bürgermeister Martin Falk anlässlich der Übergabe des neu adaptierten und eingerichteten Büros für Wassermeister Josef Wiesinger im ersten Stock – mit Blick auf den Hauptplatz. „Ein Büro zum Wohlfühlen“, meinte Wiesinger angesichts der Möglichkeiten, die es bietet. Das wichtigste „Gerät“ ist der Computer, der mit sämtlichen zum Wasserwerk gehörenden Einrichtungen und zu den Brunnen verbunden ist und ihm in Echtzeit die relevanten Daten liefert.

Einst Rumpelkammer, nun Wassermeister-Büro

Rund 55.000 Euro kostet dieser „Bauabschnitt 3“, wesentlich höher lagen die Kosten für die Umgestaltung bzw. Einrichtung von Bürgerbüro, Lift, Besprechungszimmern und vieles mehr, das in den vergangenen Jahren über die Bühne ging. Etwa 25.000 Euro entfielen dieses Mal auf Leistungen des Bauhofs, die restlichen 30.000 Euro auf Beleuchtung, Elektrik, Baustoffe, Putz, Akustikdecke, Büroeinrichtung usw.

Viel Freude mit seinem neuen Arbeitsplatz im ersten Stock des Rathauses hat Wassermeister Josef Wiesinger. Mit ihm freuen sich Bau-Koordinator Thomas Nichtawitz und Bürgermeister Martin Falk (von links).
Rupert Kornell

„Da ist fast kein Stein auf dem anderen geblieben“, weiß Bau-Koordinator Thomas Nichtawitz zu berichten. „Fast alles ist neu hier, eine ehemalige ,Rumpelkammer’ und das ehemalige Zimmer für die Initiative ,Gars 2000’ total ausgehöhlt. Nur die beiden Fenster sind geblieben. Aber auch die wurden natürlich restauriert.“ Zur allgemeinen Verwunderung habe man nach Abschlagen des Putzes noch alte Bleirohre gefunden, die teilweise noch unter Druck gestanden sind. Nichtawitz: „Da hätte es zu Wasserschäden kommen können und niemand hätte gewusst, woher das Wasser kommt.“

Bald gibt’s mehr Platz für die Hochzeitsgäste

Damit gibt man sich aber nicht zufrieden und geht gleich zum nächsten Abschnitt im Erdgeschoß über. Dort, wo sich gleich beim Eingang ins Rathaus einst die Gedenkstätte für Franz von Suppè befand, die später ins Zeitbrücke-Museum übersiedelte, befindet sich jetzt schon seit vielen Jahren der Trauungsraum. „Es ist jetzt ander Zeit, dass der auch modernisiert wird“, befindet Falk. „Und vor allem, dass das Angebot als Service für die Brautleute ebenso wie für die Hochzeitsgäste erweitert wird.“

Aus diesem Grund ist man dabei, einen nicht mehr benötigten Nebenraum einer entsprechenden „Kosmetik“ zu unterziehen und eine Verbindung der beiden Räume zu schaffen, damit dank einer größeren Fläche nun dort auch eine Agape abgehalten werden kann. „Dann ist die Hochzeitsgesellschaft ungestört, wenn sie nicht mehr am Gang stehen muss und gleichzeitig Parteienverkehr ist“, so Nichtawitz. Die Kosten dafür veranschlagt der Bürgermeister mit rund 20.000 Euro.