Horner Krankenkasse muss um Neubau bangen. Nach Gesetzesänderung scheint Neubau des NÖGKK-Service-Centers in der Lazarettgasse in Frage gestellt.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 18. Juli 2018 (06:10)
Martin Kalchhauser
Unglücklich: NÖGKK-Service-Center-Leiter Franz Vögerl bangt um den Neubau in Horn.

„Das ist echt ein Witz“ – mit diesem Satz kommentierte ein älterer Herr, der sich mit Krücken über die Stufen im NÖGKK-Service-Center in Horn mühte, die Tatsache, dass dieses Gebäude nach wie vor nicht barrierefrei zugänglich ist. „Eine Frau mit Kinderwagen kommt hier nur mit Hilfe hoch“, erklärt Petra Zuser, Generaldirektor-Stellvertreterin der NÖ Gebietskrankenkasse und zuständig für Bauprojekte.

Doch auf das von der NÖGKK geplante neue Service-Center in Horn müssen die Kunden wohl noch länger warten – zumindest wenn es nach dem Willen der Regierung geht, die mittels „Ausgabenbremse“ bei Bauprojekten der NÖGKK auf die Bremse steigt.

„Über diese Entwicklung sind wir sehr unglücklich“

Dabei wollte die NÖGKK in Horn bereits mit der Detailplanung für einen Neubau des Service-Centers beginnen, wie Franz Vögerl, Leiter des Service-Centers, erklärt. Aber, so Vögerl zur NÖN: „Wenn der Gesetzesentwurf bleibt, wie er jetzt ist, dann muss man davon ausgehen, dass der Neubau des Service-Centers in Horn stark in Frage gestellt ist.“ Im günstigsten Fall komme es zu einer Verzögerung des Baus. „Über diese Entwicklung sind wir sehr unglücklich“, fügte Vögerl an.

Geplant war der Neubau, da das derzeitige Haus in der Stefan-Weykerstorffer-Gasse schon stark in die Jahre gekommen und nicht mehr kundengerecht sei. „Es ist hier nicht möglich, die Versicherten zeitgemäß zu bedienen“, klagt Vögerl.

Daher habe man sich bereits vor geraumer Zeit auf die Suche nach einem neuen Grundstück gemacht. Ein passendes zu finden, sei in Horn gar nicht leicht. Schließlich wurde man aber doch fündig. „Wir haben vor kurzem ein Grundstück in der Lazarethgasse angekauft“, schildert Vögerl. Derzeit hätte man eigentlich mit der Detailplanung beginnen wollen. „Aber jetzt setzt das große Bangen ein. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, wir hoffen auf ein Umdenken in dieser Causa“, bleibt Vögerl optimistisch.

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