Drei Defis für das Rote Kreuz in Eggenburg

Erstellt am 23. Juni 2022 | 05:30
Lesezeit: 3 Min
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Die Sponsoren Franz Grafinger und Bürgermeister Georg Gilli (4. und 5. von links) überreichten die neuen Defis an die First Responder Thomas und Gerda Silberbauer, Martin Neugebauer und Florian Liewald (von links).
Foto: Thomas Weikertschläger
Sponsoren machen Anschaffung lebensrettender Geräte möglich.
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Gleich drei neue Defibrillatoren bekommen die „First Responder“ des Roten Kreuzes in Eggenburg. Dank der Sponsoren, Agentur Grafinger & Partner, die ein Gerät finanzierte, und der ÖVP Eggenburg, die für zwei Geräte aufkam, werden die Mitarbeiter bei Einsätzen künftig noch besser gerüstet sein. Die Geräte wurden vom Landesklinikum Horn ausgemustert, generalüberholt und jetzt in den Dienst des Roten Kreuzes gestellt.

Das „First Responder“-System gibt es seit 2019 beim Roten Kreuz in Eggenburg. Seither wurden die Ersthelfer mehr als 300 Mal alarmiert, in mehr als 60 Prozent der Fälle war ein First Responder verfügbar, berichtet Martin Neugebauer. Die Hauptgründe für die Interventionen sind Atembeschwerden, Stürze sowie internistische und neurologische Notfälle wie etwa Krampfanfälle, Herzbeschwerden oder Schlaganfälle.

Durch das rasche Eintreffen der First Responder konnte in vielen Fällen ein mitalarmierter, aber nicht benötigter Notarzt bereits bei der Anfahrt wieder storniert werden und war so wieder frei für einen anderen Notfall. Wenn notwendig konnte das Notarztmittel aber auch schon durch den First Responder nachgefordert werden und es kam so zu weniger Zeitverlust, da nicht erst auf das anfahrende Rettungsmittel gewartet werden musste. In einigen Fällen wurden erforderliche Wiederbelebungen durch die First Responder eingeleitet.

Ein First Responder verfügt mindestens über die Qualifikation „Rettungssanitäter“ sowie mehrjährige Erfahrung im Rettungsdienst. In Eggenburg und Umgebung sind jedoch auch Notfallsanitäter inklusive Notfallkompetenzen Teil des First-Responder-Teams, wodurch – wenn erforderlich – bereits vor Eintreffen des Notarztes mit lebensrettenden Therapien begonnen werden kann, etwa indem eine Infusion oder wichtige Medikamente verabreicht werden.

Aktuell fünf First Responder in Eggenburg

Im Gemeindegebiet von Eggenburg sind derzeit fünf Rettungs- und Notfallsanitäter als First Responder aktiv, wobei auch Teile der Gemeinden Straning-Grafenberg sowie Burgschleinitz-Kühnring mitabgedeckt werden. Alarmiert werden die First Responder jeweils dann, wenn ein gewisser Notfall vorliegt und das nächste Rettungsmittel mehr als fünf Minuten bis zum Einsatzort braucht.

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