„Sperrholzflöße“ im Kunsthaus. Maler Thomas Kaminsky arbeitete an einer Serie mit roten Holzschnitte.

Von Eduard Reininger. Erstellt am 21. Oktober 2019 (09:58)
Eduard Reininger
Eröffneten die Ausstellung im Kunsthaus: Galerist Toni Kurz, Künstler Thomas Kaminsky und Kunsthistoriker Dieter Bogner.

Dieter Bogner, Kunsthistoriker und Museumsmanager aus Buchberg, und Galerist Toni Kurz eröffneten nach sieben Wochen Abwesenheit eine Ausstellung im Kunsthaus: „Sperrholzflöße vor Cap Horn“ mit Werken von Thomas Kaminsky.

„Es ist eigentlich erschreckend, dass dich niemand braucht“, stellte Kurz launig fest. Er war vom gelungenen Gesamtkonzept und Einsatz der Vereinsmitglieder beeindruckt. „Der Maler Thomas Kaminsky arbeitet seit geraumer Zeit an einer Serie roter Holzschnitte, die berühmte Lebenssituationen von Lenin mit dem ,Schwarzen Quadrat‘ seines russischen Zeitgenossen Kasimir Malewitsch verbinden“, informierte Bogner bei der Vernissage.

Reflexion: Wo liegen die Ursprünge der Kunst?

Der Kunstverein zeigt diese druckgrafische Serie und zusätzlich eine Auswahl seiner malerischen Produktion. Bogner weiter: „Hundert Jahre nach der von Malewitsch ausgerufenen künstlerischen ,Stunde Null‘ fordert Kaminsky zu einer Reflexion gegenwärtiger Kunstproduktion auf. Wo liegen ihre Wurzeln, haben Formen der Moderne eine politische Aussage?“

Zur Ausstellung erscheint Band 105 des Oxohyph mit Gedichten von Jürgen Egyptien und Kaminskys Holz- und Linolschnitten. Die Ausstellung ist bis 29. November zu sehen. Galeriefrühstück: samstags, 10 Uhr.