Sonderschau zeigt Suppè und „sein“ Gars. Sonderschau in Gedenkstätte des großen Komponisten im Zeitbrücke-Museum wird am Freitag, 7. Juni, um 19 Uhr eröffnet.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 09. Juni 2019 (04:34)
Zeitbrücke-Museum
Zwei Familien, Ur-Urenkel von Franz von Suppè, die Familie Leloup von Edelsberg aus Belgien (links) und die Familie Edelsberg-Diaz aus Chile (rechts), besuchten kürzlich anlässlich einer Europa-Reise die Suppè-Gedenkstätte im Garser Zeitbrücke-Museum und waren mit Museumsleiter Anton Ehrenberger (Mitte) von der Schaubegeistert.

Vor fast genau 200 Jahren, wurde Franz von Suppè, der viele Sommer in Gars verbracht hat, in Split in Dalmatien geboren. Ihm zu Ehren gibt es im Zeitbrücke-Museum eine große Ausstellung und ein 300-seitiges Buch dazu. Zur Sonderschau, die am Freitag, 7. Juni, um 19 Uhr eröffnet wird, werden Anton Ehrenberger als Gestalter der Ausstellung und Andreas Weigel als Autor sprechen. Als musikalische Begleitung präsentiert Astrid Spitznagel von der Musikuniversität Wien Werke des Komponisten am Klavier.

Die Ausstellung zeigt unter anderem folgende Aspekte der „Wahl-Garser“ Franz und Sofie von Suppè: die familiären Wurzeln der Suppès, den Versuch einer Nachstellung der Schauwand in der ehemaligen Gedenkstätte Sofie von Suppès in der Kremser Straße, den Briefverkehr, die Architektur der Gründerzeit in Gars anhand etwa des „Boccaccio-Hauses“ der Familie Haan, eine „Porträtgalerie“ des Künstler- und Freundeskreises der Suppès sowie von Berta von Suttner und deren Wirken in dieser Zeit.

Das Buch „Franz von Suppè – Musiker. Menschenfreund. Ehrenbürger von Gars“ wird im Juli 2019 erscheinen. Im Hauptteil präsentiert Weigel die Ergebnisse einer 18-monatigen Forschungsarbeit für das Zeitbrücke-Museum. Bei der genealogischen Forschung leistete Christine Steininger wertvollste Unterstützung. Ingrid Scherney stellt in ihrem Beitrag das Wirken der Frauen Sofie von Suppè und Berta von Suttner in einer patriarchalisch dominierten Welt in den Mittelpunkt. Ehrenbergers Beitrag enthält neben den Briefen der Suppès zahlreiche Dokumente, Pläne und Fotos zu den Wohnsitzen der Suppès und ihres Garser Freundeskreises.