Waldviertel: Mehr Geld für Straßenbau. Zusätzliche Mittel von 500.000 Euro ermöglichen fünf weitere Bauvorhaben. Umfahrung Zwettl wird bereits mit Ende Juli für den Verkehr freigegeben.

Von Hannes Ramharter. Erstellt am 21. Juli 2017 (05:39)
NLK
Landesrat Ludwig Schleritzko stellte zusätzliche 500.000 Euro für diverse Straßenbaumaßnahmen im Waldviertel auf.

Ein Zusatz-Bauprogramm für Maßnahmen auf Landesstraßen in den vier Waldviertler Bezirken Gmünd, Horn, Waidhofen und Zwettl kündigte Landesrat Ludwig Schleritzko in einem NÖN-Gespräch an.

NOEN, René Denk
Die Umfahrung Zwettl wird Ende Juli für den Verkehr freigegeben. Insgesamt wurden dafür mehr als 150 Millionen Euro investiert.

Im ursprünglichen Landesstraßen-Bauprogramm für 2017 sind für die vier Waldviertler Bezirke Investitionen in der Höhe von zirka 10 Millionen Euro enthalten. Durch die zusätzlichen Mittel von 500.000 Euro werden nun noch folgende Maßnahmen umgesetzt:

Eisgarn, Sanierung der Landesstraße 63 auf 700 Metern.

Vitis, Sanierung Bundesstraße 36 zwischen Grafenschlag und Eschenau auf 1,5 Kilometer.

Allentsteig und Göpfritz, Sanierung der Landesstraße 75 zwischen Allentsteig und dem Allwang-Spitz, 2.2 Kilometer.

Geras, Errichtung eines Kreisverkehrs bei Goggitsch.

Altenburg, Sanierung Bundesstraße 38, Altenburg West, 400 Meter.

Darüber hinaus betonte Ludwig Schleritzko, dass das bedeutendste Straßenbauprojekt des Waldviertels, die Umfahrung Zwettl, am 30. Juli fertig sein werde. Alleine dafür seien 80 Millionen Euro an Baukosten angefallen, die Gesamtkosten dafür betragen 150 Millionen Euro. Damit werde der Ausbau der beiden Hauptachsen des Waldviertels (Waidhofen-Vitis-Zwettl-St. Pölten und Gmünd-Horn-Stockerau) fortgesetzt.

Straße und Schiene sind beide notwendig!

Ludwig Schleritzko nahm auch zu den Autobahn-Diskussionen im Waldviertel Stellung und begann mit einer klaren Ansage: „Eine sinnvolle Verschmelzung von Straße und Schiene ist unbedingt notwendig!“ Die Diskussion über den möglichen Bau einer Autobahn im Waldviertel ändert für Ludwig Schleritzko nichts an der „Notwendigkeit des Ausbaus der Franz-Josefs-Bahn“.

Für den Bahnausbau liege, so der Landesrat weiter, die Hauptverantwortung bei der ÖBB. Das Land habe bereits Planungsverhandlungen aufgenommen. „Ich stehe aber selbstverständlich auch zum Ausbau der Franz-Josefs-Bahn“, betonte Schleritzko.

Für den Bau einer Autobahn seien vorher drei Fragen zu klären: Will das Waldviertel eine Autobahn? Wo soll diese verlaufen? Wer zahlt das?

Bei der Klärung dieser Fragen setzt Schleritzko auf eine intensive Zusammenarbeit mit dem Regionalverband Waldviertel, dem derzeit der Horner Landtagsabgeordnete Jürgen Maier und Landesrat Maurice Androsch vorstehen. Auch bei der Entscheidung über die Trasse einer möglichen Autobahn müsse die Region eingebunden werden. Darüber hinaus müsse man bei der Planung jedoch auch über Landes- und Staatsgrenzen hinaus denken.

Nach der Umfahrung Zwettl soll 2018/2019 die Bundesstraße 41 zwischen Gmünd und Schrems zur Gänze vierspurig ausgebaut werden. Auf der Achse Richtung St. Pölten werden derzeit die Planungen für den Bauabschnitt Großglobnitz-Kleinpoppen mit Hochdruck vorangetrieben, sodass die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) möglichst bald stattfinden kann. Es ist das Ziel, die Planungen noch heuer einzureichen. Sollte die UVP positiv verlaufen, könne anschließend mit dem Bau begonnen werden.