Guter Start für neuen Sozialmarkt in Gars. „somaGars“ bringt nicht nur günstige Einkaufsmöglichkeit für sozial schwächere Menschen, sondern schafft auch Arbeit.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 24. November 2020 (09:32)
Nur einen Teil des reichhaltigen Angebots im „somaGars“ können Caritas Gars-Leiterin Iris Stein (l.) und Susanne Höllerer zeigen.
Rupert Kornell

Eigentlich hätte es vorigen Mittwoch eine offizielle Eröffnung mit Vertretern der Caritas St. Pölten und der Marktgemeinde Gars geben sollen, die fiel aber bedingt durch den neuerlichen Lockdown ins Wasser. Nicht ins Wasser fielen die ersten offenen Tage des im workingspace 4.0 untergebrachten Sozialmarkts, am Donnerstag und Freitag, als sich die ersten Käufer einfanden.

„Natürlich haben sich anfangs die Leute nicht so recht getraut“, erzählen die Garser Caritas-Leiterin Iris Stein und ihre Kollegin, die den Markt betreuen und den Kunden zur Seite stehen, „aber alle waren begeistert vom üppigen Sortiment.“ Die Freude sei groß gewesen, weil die Betroffenen nach dem „Verlust“ des Soma-Busses – die NÖN berichtete – nicht mehr nach Krems fahren müssen.

Kiennast & Ehrenberger sorgen für volle Regale

Für das Sortiment zeichnen fast ausschließlich die Garser Firmen Kiennast und Ehrenberger, die den „somaGars“ mit Produkten, die kurz vor dem Ablauf stehen oder aus Überproduktion bzw. mit Transportschäden, bestens versorgen. Dazu gehören etwa verschiedenste Bäckerei- und Milchprodukte, Öle, Teigwaren, Dosennahrung oder Süßigkeiten.

Diese können von Menschen, die ein geringes Einkommen haben (eine Person bis 1.200 Euro, zwei Personen bis 1.550 Euro), zu supergünstigen Preisen erstanden werden. Einen kostenlosen Einkaufspass erhält man im Markt, wenn man einen Meldeausweis seitens der Gemeinde und einen Einkommensnachweis vorgelegt hat. Der Pass berechtigt zu zwei Einkäufen pro Woche mit einem Gesamtlimit von 15 Euro. Der „somaGars“ in der Schillerstraße hat jeden Dienstag von 10 bis 15 Uhr und jeden Freitag von 9.30 bis 12.30 Uhr geöffnet.

„Armut kennt keinen Lockdown“

„Als Caritas ist uns wichtig, armutsbetroffene Menschen in der Region mit einem kleinen Sortiment an Grundnahrungsmitteln versorgen zu können. Daher freue ich mich, dass wir nach den ,somas‘ in Krems, Schrems und Zwettl nun auch in Gars und bald schon in Gföhl einen weiteren Caritas Sozialmarkt anbieten können“, teilt Caritas-Direktor Hannes Ziselsberger in einer Aussendung mit. „Armut kennt keinen Lockdown. Daher bin ich froh, dass wir auch jetzt unsere Caritas Sozialmärkte weiter geöffnet halten können und armutsbetroffene Menschen mit günstigen Lebensmitteln versorgt sind.“

Und Caritas-Bereichsleiter Martin Kargl führt ins Treffen: „Der soma als Beschäftigungsinitiative der Caritas schafft Arbeitsangebote für Menschen mit Behinderungen aus unserer Werkstatt.“