20-Jähriger fuhr betrunken Partygast an. 26-Jähriger wollte Betrunkenen vom Fahren abhalten und wurde selbst angefahren.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 31. Juli 2020 (05:31)
APA (Symbolbild)

Hoch her ging es bei einer Geburtstagsfeier im Waldviertel. Zwischen zwei Gästen, einem Waldviertler (20) aus dem Bezirk Gmünd und einem 26-Jährigen, kam es zu einem Disput: „Es war ein nur kleiner Raufhandel“, erklärten die beiden sichtlich versöhnten Streithähne vor Gericht und versuchten, den Vorfall runterzuspielen.

„Ich wollte nicht, dass er sich betrunken ans Steuer setzt. Es kam zu einer kleineren Rangelei“, schilderte der 26-Jährige und beteuerte seine Unschuld zu dem Vorwurf der Körperverletzung.

Erinnerungslücken durch Alkoholkonsum

Es habe eine „Stesserei“ gegeben, er sei an die Wand gedrückt worden und letztlich am Boden gelegen, schilderte der Waldviertler und beteuerte alkoholbedingte Erinnerungslücken. Er sei dann doch mit dem Auto weggefahren: „In meinem Rausch habe ich ihn wahrscheinlich zu spät gesehen“, bekannte der Waldviertler, den 26-Jährigen angefahren zu haben.

„In meinem Rausch habe ich ihn wahrscheinlich zu spät gesehen“ 20-Jähriger aus dem Bezirk Gmünd

Dieser sei über die Motorhaube geflogen und am Asphalt gelandet. „Ich wollte ihm helfen, aber er ist sofort aufgesprungen und ins Haus gehumpelt. Da bin ich weiter und in die Disko ’gangen“, schilderte der Waldviertler.

Die Richterin verhängte über beide Beschuldigten einen Schuldspruch. Für den 26-Jährigen setzte es wegen der kleinen Rangelei zwei Monate bedingt und für den Waldviertler wegen fahrlässiger Körperverletzung fünf Monate auf Bewährung und eine unbedingte Geldstrafe von 280 Euro. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.