100 Helfer bei Großbrand in Fuglau. Kurz nach Mitternacht stand Haus in Flammen. Schwieriger Einsatz für die Feuerwehren. Löschwasser fror zu Eis.

Von Anton Mück. Erstellt am 14. Februar 2017 (07:30)

Aus ungeklärter Ursache brach im Ortszentrum von Fuglau in der Nacht von Montag auf Dienstag, 14. 2., ein Dachstuhlbrand im Haus Nummer 39 aus. Nach erster Alarmierung der örtlichen Feuerwehren kurz vor Mitternacht wurde um 1 Uhr das Brandereignis auf einen „Großbrand“ hochgestuft und insgesamt zehn Feuerwehren zu Hilfe gerufen.

FF rettete die Nachbargebäude

Wegen der geschlossenen Bauweise war das Übergreifen auf Nachbargebäude zu befürchten. Teilweise mit schwerem Atemschutz ausgerüstet, trugen die Helfer die Löscharbeiten von zwei Seiten auf das in Vollbrand stehende Wirtschaftsgebäude vor. Durch stundenlangen Einsatz konnten die beiden unmittelbar angrenzenden Nachbargebäude erfolgreich gehalten werden.

Drei Kilometer lange Versorgungsleitung

Das Löschwasser, welcher für den Erstangriff aus der ortseigenen Zisterne entnommen wurde, musste im weiteren Verlauf über eine rund drei Kilometer lange Leitung aus einem Teich bei Röhrenbach herangebracht werden. Einsatzleiter Josef Rieppel von der FF Fuglau koordinierte dabei über 100 Freiwillige.

Schwierige Arbeiten bei minus 6 Grad

Die tiefen Temperaturen von minus 6 Grad erschwerten die Löscharbeiten enorm. Das Wasser gefror auf dem Untergrund ebenso wie an Geräten und Schutzausrüstung der eingesetzten Mannschaften. Die durch den Ort führende Zwettler Bundesstraße (B 38) war während der gesamten Brandeinsatzes gesperrt und eine weiträumige Umleitung eingerichtet. Der Streckendienst der Straßenmeisterei sorgte für die Freimachung der vereisten Fahrbahnen.

Einsatz bis in die frühen Morgenstunden

Mit einem Holzrückewagen wurde abschließend versucht, den Abbruch des glosenden Dachstuhls vorzunehmen. Eingesetzt waren die Freiwilligen Feuerwehren von Altenburg, Feinfeld, Fuglau, Gars am Kamp, Röhrenbach, Tautendorf bei Winkl, Winkl, Groß Burgstall, Neukirchen und Rosenburg. Vor Ort waren auch die Polizei und das Rote Kreuz im Einsatz.