3G-Regel bereitet Kopfzerbrechen. Für kleine Veranstalter ändert sich wenig, doch Sorgen gibt es im Bezirk Horn trotzdem.

Von Sebastian Dangl. Erstellt am 15. September 2021 (04:44)
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„Geras Klingt“-Obfrau Gerlinde Hofbauer plant nach einem Kinderkonzert am 25. September keine weiteren Veranstaltungen, aus Vorsicht.
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Kaum hat der Veranstaltungsherbst begonnen, so braut sich am Horizont bereits wieder etwas zusammen. Der Stufenplan und alles, was danach noch kommen könnte, hat die Kulturszene fest im Griff.

So bereiten die neuen Regelungen bereits Kopfzerbrechen bei „Geras klingt“ und Obfrau Gerlinde Hofbauer: „Wir haben ein Kinderkonzert für den 25. September geplant, was wir nach einigen Gesprächen trotzdem durchziehen wollen.“ Mit dem Programm „Bilder einer Ausstellung“, gespielt vom Aureum Saxophon Quartett, würde nämlich eine ganz besondere Vorstellung auf die jungen Konzertbesucher warten.

Großes Fragezeichen bei 3G mit Kindern

Das große Problem dabei sei allerdings die 3G-Regel und die Durchführung dieser mit einem Publikum, das sich hauptsächlich aus Kindern zusammensetzt. „Wir waren schon kurz vor der Absage. Wenn die Kinder extra für das Konzert testen müssen, würden das die Eltern nicht mitmachen. Glücklicherweise wird aber in der Schule kurz davor noch getestet, weshalb wir doch wie geplant weitermachen wollen“, schildert Hofbauer.

Nach dem Kinderkonzert wird es allerdings wieder ruhig um „Geras klingt“. Aus Vorsicht wolle man nicht für den restlichen Herbst planen. „Ich habe schon befürchtet, dass die Zahlen wieder steigen werden. Dass es so schlagartig passiert hätte ich aber nicht gedacht“, meint Hofbauer.

„Ich kenne mich bald nicht mehr aus“, betont Hannes Fröhlich vom Jazzclub Drosendorf. Das Hin und Her mit den Maßnahmen sei so langsam etwas ermüdend. Fürs Erste ändert sich für den Jazzclub allerdings nichts. Die 3G-Regel galt bisher sowieso. „Wir hatten bisher keine Probleme und werden uns auch weiterhin an die gesetzlichen Vorgaben halten. Ich denke nicht, dass wir direkt vom Stufenplan betroffen sind. Wenn es aber so weiter geht, vielleicht bald schon“, berichtet Fröhlich. Selbst eine Beschränkung auf 2G sei dabei für ihn kein Problem. „Über 90 Prozent unserer Besucher sind geimpft.“

Als nächster Programmpunkt steht am 18. September ein Konzert von Roland Batik als Hommage an Friedrich Gulda an. Nach der Absage im vergangenen Jahr wurde es auf heuer verschoben.

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