AMS: Vor allem Frauen von Arbeitslosigkeit betroffen. Zahl der arbeitslosen Frauen stieg im Bezirk Horn im Februar um 22,3 Prozent.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 02. März 2021 (09:36)
AMS-Geschäftsstellenleiter Ferdinand Schopp.
Kalchhauser

Weiter stark wirken sich die von der Regierung verhängten Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie auch auf den Arbeitsmarkt im Bezirk Horn aus. Aktuell liegt die Arbeitslosigkeit um 11,9 Prozent höher als im Februar des Vorjahres. 834 Personen sind aktuell im Bezirk arbeitslos gemeldet. Wenn man auch die Schulungsteilnehmer berücksichtigt, dann sind 967 Personen beim AMS Horn gemeldet – um 8,4 Prozent mehr als im Februar 2020.

Auffällig: Weiterhin liegt der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den Frauen (+22,3 Prozent oder +58 auf 318) weit höher als bei den Männern (+6,4 Prozent oder +31 auf 516). Analysiert man den Anstieg nach Altersgruppen, dann zeigt sich gerade im Haupterwerbsalter zwischen 25 und 49 mit einem Plus von 18,5 Prozent der größte Anstieg. Bei den unter 25-Jährigen ist der Anstieg mit 6,5 Prozent geringfügig höher als bei den über 50-Jährigen mit 4,3 Prozent.

Viele offene Stellen und Lehrstellen

Zumindest ein „Licht am Ende des Tunnels“ erkennt AMS-Geschäftsstellenleiter Ferdinand Schopp am Stellen- und Lehrstellenmarkt. Die Nachfrage nach qualifiziertem Personal sei wieder steigend. Insgesamt gibt es derzeit mehr als 200 offene Stellen im Bezirk Horn. Gute News gibt es auch für Jugendliche: Derzeit stehen zehn Lehrstellen sofort und ab dem Sommer knapp 100 weitere Lehrstellen zur Verfügung.

Um den weiter steigenden Zahlen entgegenzuwirken, setze das AMS Horn auf die am Ende des Vorjahres gestartete Joboffensive. „Damit wollen wir Personen, die arbeitslos sind, bei der Aus- und Weiterbildung in zukunftsträchtigen Branchen helfen“, sagt Schopp. Die Personen sollen in betriebsnahen Bereichen unterstützt werden, um die Arbeitslosigkeit rasch und nachhaltig zu reduzieren.

Auch AMS selbst sucht neue Mitarbeiter

Der wegen der Coronakrise extreme Anstieg bei der Arbeitslosigkeit stellt auch das AMS selbst vor personelle Herausforderungen. „Unsere Mitarbeiter stehen vor einer noch nie dagewesenen Belastungsprobe“, sagt Schopp. Da es aber gerade in Zeiten dieses Ausnahmezustandes von großer Bedeutung sei, den Kunden und Betrieben Sicherheit zu geben und unterstützend zur Seite zu stehen, wird man ab April auch das eigene Team verstärken.