Arbeitsmarkt: Der Motor brummt

Erstellt am 19. Januar 2022 | 04:27
Lesezeit: 3 Min
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AMS-Geschäftsstellenleiter Ferdinand Schopp legte eine starke Jahresbilanz 2021 des Horner AMS vor.
Foto: Thomas Weikertschläger
Trotz Pandemie waren 2021 im Bezirk Horn weniger Personen ohne Job als vor der Krise. Auch Aussicht auf 2022 ist positiv.
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Trotz Pandemie-Herausforderungen: Die Bilanz der Arbeitsmarktservice-Bezirksstelle Horn für das Jahr 2021 fällt äußerst positiv aus. Mit einer Arbeitslosenquote von 3,9 Prozent weist Horn landesweit den drittbesten Wert auf. Auch was Beschäftigung und Erreichung von Zielvorgaben betrifft, erreicht Horn Top-Werte.

Im Schnitt des vergangenen Jahres waren beim AMS Horn 492 Personen arbeitslos gemeldet. Das ist nicht nur gegenüber 2020 ein Rückgang um 27,9 Prozent (-190 Personen). „Mit diesem Wert liegen wir auch deutlich unter dem Vorkrisenniveau von 2019“, zeigt Geschäftsstellenleiter Ferdinand Schopp auf. Damals waren im Jahresschnitt noch 580 Personen beim Horner AMS gemeldet gewesen. Am stärksten fiel der Rückgang 2021 bei den unter 25-jährigen mit 38,5 Prozent (-30 auf 47) aus. Aber auch bei den über 50-jährigen war der Rückgang mit 24,9 Prozent (um 62 auf 187) beachtlich.

Warum die Zahlen aktuell so gut sind?

„Wir haben den wirtschaftlichen Aufschwung nach Ende der Einschränkungen genutzt, um die Schlagzahl bei der Vermittlungsarbeit kräftig zu erhöhen“, sagt Schopp. In Zahlen heißt das, dass die Mitarbeiter des AMS im Bezirk im Vorjahr mit 267 Firmen wegen offener Stellen bzw. Beratungen zusammengearbeitet haben – so oft wie möglich persönlich. So sei es gelungen, fast alle offenen Stellen, die im Bezirk geboten werden, auch an die Klienten weiterzugeben. Laut Vorgaben lag der Plan 2021 bei 453 zu akquirierenden Stellen, tatsächlich waren es dann 650. Dadurch sei es möglich, (fast) jedem Klienten eine passende Stelle anbieten zu können. „Und unsere Kunden haben die Garantie, dass sie auch höherwertige Stellen über uns finden können“, sagt Schopp.

So konnten bis Jahresende rund 1.350 Jobsuchende wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden, mehr als 1.900 freie Stellen und Lehrstellen wurden über das AMS besetzt. Damit stieg auch die Zahl der unselbstständig Beschäftigten auf 12.277 Personen – das ist gegenüber 2020 eine Steigerung um 1,6 Prozent. Mit dieser positiven Entwicklung und der raschen Erholung des Arbeitsmarktes sei zu Jahresbeginn nicht zu rechnen gewesen.

2022: Schopp erwartet weiter gute Entwicklung

Für das Jahr 2022 erwartet Schopp gute Aussichten. Die Arbeitslosigkeit werde im Bezirk auf einem niedrigen Niveau bleiben. Viele Unternehmen im Bezirk weisen gute Auftragslagen auf und werden auch weiter nach Fachkräften – und damit der Zusammenarbeit mit dem AMS – suchen. Neben genauen Infos für die Firmen – auch über Fördermöglichkeiten – werde man einen Schwerpunkt auf den Schulungsbereich legen, um Arbeitssuchende auf moderne Erfordernisse vorzubereiten. Besonders in Mangelberufen werde man einen Schwerpunkt setzen. Schwierigkeit dabei: Da Ausbildungen mindestens eineinhalb Jahre dauern, müsse man schon im Vorfeld den künftigen Bedarf der Unternehmen kennen. Man werde daher bei der Qualifizierung mit den Firmen kooperieren und Personen direkt nach dem Bedarf der Unternehmen ausbilden. Das funktioniere auch bisher schon gut: „In fast allen Fällen wird diese Person dann auch von der jeweiligen Firma übernommen“, sagt Schopp.

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