Drohtirade am Bezirksgericht. „Ich war schlecht drauf“, erklärte Waldviertler (45), warum er Mitarbeitern des Bezirksgerichtes Horn Ungemach angekündigt hat.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 10. Juli 2019 (05:13)
Rupert Kornell
Der 45-jährige Rosenburger hat sich beim Telefonat mit Mitarbeitern des Bezirksgerichts Horn in Rage geredet. Er wurde wegen gefährlicher Drohung verurteilt.

Am 16. April dieses Jahres bekam eine Diplomrechtspflegerin des Bezirksgerichts Horn eine telefonische Drohtirade zu hören: „Mir is jetzt ois wuascht. Könnt’s scho kommen. I kenn‘ genug von da roten Mafia, do bin i in zwa Minuten dabei, wenn i wü. Der nächste Gerichtsvollzieher der kommt, kann no an Kuckuck pick’n, aber der geht nimma ham. Wenn i noch an vom G’richt siach, is a weg. I kenn‘ eich alle!“

Die Bedrohung mehrerer Gerichtsmitarbeiter brachte den Anrufer, einen Arbeitslosen (45) aus Rosenburg, auf die Anklagebank. „Ich habe doch niemanden was getan“, beteuerte der 45-Jährige beim Prozess.

„Das wird Ihnen auch nicht vorgeworfen“, entgegnete die Richterin harsch und machte dem Waldviertler klar, dass er mit seinen Worten, den bedrohlichen Ankündigungen mehrere Menschen in Angst und Schrecken versetzt habe. Daraufhin verfällt der Beschuldigte kurz in Schweigen, dann stammelt er: „Ich war halt nicht gut drauf und sehr aufgeregt. Es ging um die Unterhaltszahlungen.“

„Ich wusste gar nicht, worum es ging. Er hat sich in Rage geredet und ging auf Fragen gar nicht ein“, schilderte das Opfer im Zeugenstand.

Der Waldviertler, der letztlich Einsicht zeigte, wird wegen gefährlicher Drohung zu einer bedingten Freiheitsstrafe von zwei Monaten verurteilt.