Engagierte Jugend: 72 Stunden für die Gesellschaft

Garser Pfadfinder und Lehrlingsstiftung Eggenburg nahmen an Österreichs größter Jugend-Sozialaktion teil.

Erstellt am 19. Oktober 2021 | 14:23

Im Bezirk Horn wurden im Rahmen der Initiative „72 Stunden ohne Kompromisse“ zwei Projekte umgesetzt. Diese größte Jugend-Sozialaktion Österreichs wird von der katholischen Jugend gemeinsam mit youngCaritas und Ö3 organisiert.

Lehrlinge reparierten alte Computer

„72 Stunden ohne Kompromisse“ hieß es für die Lehrlinge der Lehrlingsstiftung Eggenburg und das Team des K-Hauses. „Die Teilnehmer hatten ein Ziel: Innerhalb der 72 Stunden einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten“, erklärte Reinhard Zuba von der Lehrlingsstiftung. Unter dem Motto „Wir mischen mit“ krempelten die Jugendlichen die Ärmel hoch und organisierten einen EDV-Ersatzteile-Flohmarkt mit PC Repair-Café im Jugendhaus. „Wir wollen die alten EDV-Ersatzteile adaptieren und verkaufen, damit der ökologische Fußabdruck der technischen Geräte möglichst geringgehalten wird“, erzählten die Lehrlinge der IT-Lehrlingswerkstätte. Nebeneffekt der Aktion: „Die Gruppe soll ein schönes Wir-Gefühl erleben und wie es ist, sich für andere einzusetzen“, betonte Gertraude Kloiber, warum gemeinsam zerlegt und repariert wurde. Für Speisen und Getränke sorgten die Konditor- und Kochlehrlinge der Stiftung. Der Erlös der Aktion wird gespendet.

Pfadis entrümpelten ihr altes Heim

Die Beteiligung der Garser Pfadfinder erklärt Lisa Steiner: „Vor drei Jahren sind wir in unser neues Pfadfinderheim übersiedelt, das alte wurde seitdem nicht genützt, schaut aber aus, als ob wir es gerade verlassen hätten. Aber es hat sich allerhand angesammelt. Das werden wir entsorgen und dann überlegen, welcher Verwendung wir es zuführen.“

Eine Bauarbeiter-Baracke am Waldrand aus der Zeit des Baus des Stausees Ottenstein haben die Pfadfinder 1967 erworben und sie zu ihrer Heimstätte mit Übernachtungsmöglichkeiten ausgebaut. Diese Funktion behielt sie bis 2018. Nun packen die jungen Leute an und entsorgen, was nicht mehr gebraucht wird, entdeckten aber auch so manchen „Schatz“. Für das vergangene Wochenende gab es sogar ein kleines „Revival“ des alten Heims, denn die Wichtel und Wölflinge sowie die Späher und Guides wurden zu einem Spiele- und Erlebnisnachmittag eingeladen.

Bezüglich der Nachnutzungen gibt es noch keine Überlegungen, aber, so Steiner: „Es ist uns ein Riesen-Anliegen, dass das Haus und das gesamte Areal wieder verwendet werden.“