Slowakische Pflegerin stahl „aus Geldnot“. „Es tut mir sehr leid“, gestand 33-jährige Altenpflegerin vor Gericht unter Tränen. Sie gab bestohlener Familie Geld wieder zurück.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 13. September 2017 (04:18)
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„Ich war in einer Ausnahmesituation. Ich hatte private Probleme, die Scheidung lief, und die Geldsorgen erdrückten mich. Ich musste doch meine Kinder versorgen“, schluchzte eine wegen Einbruchdiebstahls angeklagte Slowakin (33) vor Gericht.

„Konnte der Versuchung nicht widerstehen“

Die Frau legte ein reumütiges Geständnis ab. „Ja, das habe ich gemacht“, gibt sie zu, dass sie bei einer Familie in Geras, wo sie einen älteren Herrn zu betreuen hatte, einen Ring und 1.200 Euro in bar aus einer Geldkassette gestohlen habe.

„Ich konnte der Versuchung nicht widerstehen. Ich habe das vorher noch nie gemacht. Es tut mir wirklich furchtbar leid. Ich habe das Geld dabei und möchte es der Opferfamilie wieder zurückgeben“, entschuldigte sich die Slowakin – und sie händigte den Schadensbetrag auch aus.

„Ein schwerer Vertrauensbruch“, kommentierte die Kremser Richterin und wertete dies auch als erschwerend bei der Urteilsfindung. Mildernd rechnete sie der ehemaligen Pflegerin drei Faktoren – das Geständnis, die Einsicht und vor allem die Schadenswiedergutmachung – an.

Sie verhängte über die bislang unbescholtene Slowakin eine Bewährungsstrafe von zehn Monaten. Nicht rechtskräftig.