Gerichtsprozess: Erfolgreich mit Mitleidsmasche

Mit dreisten Lügengeschichten schwatzte 23-Jährige aus dem Bezirk Horn einer Bekannten rund 6.000 Euro ab: Bedingte Strafe.

Erstellt am 05. Dezember 2021 | 06:10
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Foto: Von Zolnierek, Shutterstock.com

Sie habe kein Geld für Medikamente gegen ihre Epilepsie, Mietschulden oder sie befürchte, ihr Kind werde ihr weggenommen und komme zu einer Pflegefamilie: „Dreiste Lügengeschichten“, sagte Staatsanwalt Franz Hütter beim Prozess am Landesgericht Krems zu den geldbringenden Mitleidsgeschichten einer Waldviertlerin aus dem Bezirk.

Die 23-Jährige hatte erfolgreich auf die Hilfsbereitschaft und das gute Herz einer Bekannten gesetzt und sie immer wieder um Geld gebeten. Erfolgreich, die erfundenen Mitleidsgeschichten brachten der 23-Jährigen in einem Jahr insgesamt 5.950 Euro ein.

Die Angeklagte anerkannte den Schadensbetrag. Für die einschlägig vorbestrafte Waldviertlerin setzte es wegen schweren Betruges zwölf Monate auf Bewährung. Die Probezeit der bedingten Strafnachsicht wurde auf fünf Jahre verlängert. Urteil ist rechtskräftig.