Harte Zeit für Lehrerchor. Horner Bezirkslehrerchor hält sich mit Singen über WhatsApp fit – und hofft auf den Herbst.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 09. April 2021 (04:06)
Der Horner Bezirkslehrerchor mit Chorleiterin Maria Magdalena Nödl (7. von rechts im Vor-Corona-Bild) freut sich schon auf Auftritte mit Publikum im 2. Halbjahr 2021.
LCH, LCH

Nicht unterkriegen lässt sich von der derzeitigen „Zwangspause“ des herkömmlichen Chorgeschehens der Bezirkslehrerchor Horn.

Nach dem Motto von Chorleiterin Maria Magdalena Nödl „Musizieren hält Körper, Geist und Seele in Schwung“ traf man sich zuletzt im Internet mithilfe einer WhatsApp-Gruppe, tauschte heitere Videos vom aktiven Singen im eigenen Wohn- und Badezimmer aus, empfahl „musikalische Youtube-Zuckerln“, feierte mit Erinnerungen an schöne Chor-Reisen digital Geburtstage und gestaltete gemeinsam Smiley- und Emoji-Weihnachtslieder-Rätsel.

Hoffnung auf Herbst als Rettungsanker. Eine Verbesserung der Laune brachte in den letzten Monaten das virtuelle „Offene Singen“ mit dem Hippolythaus bzw. die Hoffnung auf den Herbst 2021, „wo wir wieder singen und uns anschließend auf ein kleines Treffen im Café freuen können“, wie Sopranistin, Schriftführerin und Kulturvermittlerin Agnes Wagner dazu meint. Mit den begonnenen Testungen, Impfungen bzw. überstandenen Covid-Erkrankungen kehrt bei den Sängerinnen und Sängern trotz Verlängerung des Lockdowns wieder Zuversicht im Hinblick auf die Möglichkeit ein, sich bei Proben mit „physischer Anwesenheit“ zu treffen und im Herbst Auftritte mit Publikum gestalten zu können.

Lockdown machte Probenarbeit zunichte. Getroffen wurde der Lehrerchor – nachdem man 2019, die NÖN berichtete, noch das „erfolgreichste Jahr seit Bestehen“ und das 25-Jahr-Jubiläum gefeiert hatte – vom Corona-Lockdown hart. Denn die Vorbereitungen auf das Chor-Jahr 2020 waren bereits auf Hochtouren angelaufen. Erster Höhepunkt sollte J. S. Bachs Matthäus-Passion, das Jubiläumskonzert der Chorszene NÖ gemeinsam mit zehn anderen Chören und einem großen Orchester im Auditorium des Schlosses Grafenegg im März werden, ehe der erste Lockdown ein „Singverbot für Chöre“ und damit das plötzliche Ende des Chor-Geschehens brachte. Lediglich im Sommer waren „Proben mit Abstand“ und ein kleines Konzert unter Corona-Bedingungen möglich, ehe sich die Corona-Vorschriften wieder verschärften.