Neues System: Nicht immer rückt ganze Wehr aus. Bei kleineren Einsätzen rückt ein Teil der Mannschaft aus. Gilt für alle Feuerwehren.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 01. April 2020 (04:18)
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Für die Feuerwehren des Bezirks gilt ein neues Alarmierungssystem, um in der Coronakrise so wenig wie möglich Mitglieder zu gefährden. Geht bei der Landeswarnzentrale Tulln eine Alarmierung ein, die nicht als zeitkritisch eingestuft wird, wird die „Einsatzgruppe“ und nicht die ganze Mannschaft aktiv.

Christian Angerer, Bezirksfeuerwehrkommandant.
MK

Eine Tür muss geöffnet werden, etwas Brennbares glost dahin oder eine Katze sitzt auf dem Baum: Genau für diese Fälle wird eine kleinere Gruppe ausgesandt. „Wenn eine sofortige Intervention notwendig ist, wie bei einem Scheunenbrand, wird nach wie vor normal alarmiert“, erklärt Bezirkskommandant Christian Angerer, dass dann die Sirene heult oder der Pager anspringt. Das gilt auch, wenn weder der Kommandant noch sein Stellvertreter oder der Verwaltungsdienstleiter telefonisch erreicht werden können.

Die Landeswarnzentrale schätzt die Lage ein und ruft bei einem nicht-zeitkritischen Vorfall den jeweiligen Kommandanten direkt an. Er schickt dann die Einsatzgruppe, die gerade Bereitschaft hat, aus.

„Wir sind jetzt schon sehr vorsichtig, dass wir unsere Leute nicht der Gefahr einer Ansteckung aussetzen“, erläutert der Bezirkschef. Man will vermeiden, dass eine ganze Mannschaft lahmgelegt wird, wenn man mit einer infizierten Person in Berührung kommt. „Wir haben jetzt natürlich wenig Einsätze, weil sich verkehrsmäßig wenig tut.“ -kw-