Teststraßen-Koordinator: „Im Bedarfsfall aufstocken“. Teststraßen-Koordinator Thomas Nichtawitz zieht eine erste Bilanz. Weiterer Ausbau der Teststraßen könnte kommen.

Von Georgia Kazantzidu. Erstellt am 03. März 2021 (04:48)
Zufrieden mit dem bisherigen Ablauf der Teststraßen im Bezirk Horn: Teststraßen-Koordinator Thomas Nichtawitz.
Martin Kalchhauser

Der Garser Thomas Nichtawitz ist Koordinator der mittlerweile zehn Corona-Teststraßen im Bezirk Horn. Die NÖN bat ihn um eine erste Zwischenbilanz nach den ersten fünf Testwochen.

NÖN: Wie zufrieden sind Sie mit dem bisherigen Ablauf der Teststraßen? Wie schaut das Feedback der Menschen auf die Teststraßen aus?

Thomas Nichtawitz: Ich bin sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf. Die Teststraßen sind allesamt gut organisiert und es läuft alles in geordneten Bahnen ab. Auch die Bürger sind sehr diszipliniert und achtsam. Die meisten Menschen sind auch mit dem Service, das wir bieten, sehr zufrieden.

Zunächst gab es in vier Gemeinden im Bezirk Teststraßen, mittlerweile in zehn. Wie bewerten Sie den Willen der Gemeinden, mitzuhelfen?

Nichtawitz: Wir haben damit wirklich ein breites Angebot an Teststraßen im Bezirk Horn geschaffen. Die Bereitschaft, aber auch die tatsächliche Unterstützung der Gemeinden ist auf jeden Fall groß.

Wir haben eine stetige Steigerung der in Anspruch genommenen Testungen. In der Kalenderwoche 4 waren es im Bezirk 2.152 Testungen, in der Woche 5 waren es 3.459, in der Woche 6 waren es 5.085 und somit mehr als doppelt so viel wie in der Woche 4. In der Woche 7 waren es bereits 5.600 Testungen. Jetzt sind wir in der Woche 8 und weit über der bisherigen Trendlinie.

Hat man aus heutiger Sicht genug Teststraßen, wenn die Öffnung der Gastronomie kommt? Oder wird man noch aufstocken müssen?

Nichtawitz: Wir werden selbstverständlich rechtzeitig die Lage evaluieren und dementsprechend handeln. Momentan kann man nicht sagen, ob nach der Öffnung der Gastronomie zusätzliche Regimente notwendig sein werden, aber wir sind flexibel und werden im Bedarfsfall die Zahl der Teststraßen dann auch noch dementsprechend aufstocken.

Zahlreiche Freiwillige helfen bei den Testungen mit. Haben Sie damit gerechnet, dass es so viele Menschen gibt, die helfen wollen?

Nichtawitz: Das Engagement und die Hilfsbereitschaft der freiwilligen Helfer sind wirklich sehr groß. Auch die Feuerwehr ist da mit eingebunden, genauso wie die Gemeinderats-Mandatare, und es ist für mich nicht überraschend, dass so viele Menschen engagiert sind. Ich bin vielmehr froh und dankbar darüber, dass es so ist.

Sie haben die Feuerwehr angesprochen. Wie läuft die Zusammenarbeit auch mit anderen Einsatzorganisationen?

Nichtawitz: Die Zusammenarbeit sowohl mit dem Roten Kreuz, als auch mit den anderen Einsatzorganisationen ist perfekt. Die Begegnung auf gleicher Augenhöhe, die Kommunikation und das Engagement sind hervorragend.

Sie sind dafür verantwortlich, dass Material wie Test-Kits in ausreichender Menge vor Ort ist. Wie intensiv ist die Organisation der Straßen? Wie schaut da Ihre Tätigkeit genau aus?

Nichtawitz: Die Gemeinden schicken mir ihre Bestellungen. Die Bestellungen bekomme ich immer zum Wochenende. Es sind Bestellungen an Arbeitsmaterialien, die ausgehen. Ich fasse die dann zusammen und gebe sie am Montag weiter. Sobald das bestellte Material dann am Mittwoch eintrifft, wird es von mir für den gesamten Bezirk aufgeteilt. Leider kommt oft weniger an, als bestellt wurde. Ich muss die Ware dann prozentuell unter Berücksichtigung der von den Gemeinden bestellten Menge aufteilen. Natürlich ist die ganze Organisation sehr intensiv und herausfordernd.

Wie oft wurden Sie jetzt selbst schon getestet? Ist das für Sie schon Routine?

Nichtawitz: Für mich ist das Testen tatsächlich zur Routine geworden. Ich habe schon bereits 42 mal einen Test gehabt.